Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Ein kleines Dorf im großen Konflikt

Dubai (epd). "Es gab weder Proteste noch Provokationen", behaupten die Einwohner von Aripanthan im indischen Teil Kaschmirs. "Wir haben vor einem Buchladen gesessen und uns unterhalten. Plötzlich waren Armee-Fahrzeuge da. Es war ein Massaker", berichtete Ghulam Muhammad der Zeitung "Greater Kashmir".

Zu viel Krieg im Gedächtnis

Bogotá (epd). Sie will nie wieder zurückkehren. "Dazu haben wir zu viel erlebt", sagt Sandra González entschieden. "Das mit dem Frieden klingt sehr schön, aber wer weiß, wie es dann wirklich ist." Die 42-Jährige musste als junge Frau mit ihren drei Kindern in einer Nacht- und Nebelaktion von ihrem Hof im südkolumbianischen Departement Caquetá fliehen.

Rotes Kreuz sendet dramatischen Appell zu Aleppo

Frankfurt a.M. (epd). Im Syrien-Konflikt hat sich das Rote Kreuz mit einem dramatischen Appell an die Kriegsparteien in der umkämpften Stadt Aleppo gewandt. Hilfsorganisationen müsse durch regelmäßige Feuerpausen der Zugang zu den verzweifelten Menschen ermöglicht werden, verlangte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, am Montagabend in Genf. 

Mindestens 11 Tote bei Luftangriff auf Klinik im Jemen

Berlin (epd). Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus von "Ärzte ohne Grenzen" im Jemen sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Rund 20 Menschen wurden verletzt, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit.

Bundesregierung ringt um Waffenpause für Aleppo

Frankfurt am Main/Berlin (epd). Die Lage der Menschen in der umkämpfen syrischen Stadt Aleppo bleibt verzweifelt. Eine schnelle Lösung zur Versorgung von rund 250.000 eingeschlossenen Männern, Frauen und Kindern zeichnete sich am Montag nicht ab. Die Bundesregierung mahnte einen ungehinderten Zugang in die Stadt an, um Nahrungsmittel und medizinischen Bedarf zu liefern.

Spagat zwischen Dank für Seenotrettung und Friedensethik

Cagliari (epd). Als Zeichen des Dankes haben die zwei Bischöfe ein ungewöhnliches Geschenk gewählt: Dutzende von Lebkuchenherzen, mit Zuckerguss steht "Danke" darauf, bringen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der evangelische Militärbischof Sigurd Rink der Besatzung des Marinebootes "Werra" nach Italien mit.

Seenotrettung mit Kampfschiffen

Cagliari (epd). Die von der Europäischen Union beauftragte multinationale Militäraktion Eunavfor Med Operation Sophia läuft seit Juni 2015. Zunächst hatten die Soldaten die Hauptaufgabe, im südlichen zentralen Mittelmeer zwischen Italien und Libyen Kenntnisse über Menschenschmuggel und Schleppernetze zu gewinnen und Menschen aus Seenot zu retten.

Bedford-Strohm dankt Soldaten für Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Cagliari (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den deutschen Marinesoldaten für ihren Einsatz bei der Rettung von Flüchtlingen gedankt. Das Retten von Leben könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagte Bedford-Strohm am Samstag vor der Besatzung des Bundeswehr-Schiffs "Werra" im Hafen von Cagliari auf Sardinien.

Bedford-Strohm: Sterben im Mittelmeer nicht vergessen

Cagliari (epd). Bei einem Besuch auf Sardinien will der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auf das anhaltende Sterben von Menschen im Mittelmeer aufmerksam machen.