Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN-Ermittler prangern Angriffe auf Zivilisten in Syrien an

Genf (epd). Nach Erkenntnissen von UN-Ermittlern leiden Zivilisten zunehmend unter Angriffen im syrischen Bürgerkrieg.  Zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser seien seit Ende März vermehrt im Visier der Konfliktparteien, sagte der Vorsitzende der UN-Untersuchungskommission zu Syrien, Paulo Sérgio Pinheiro, am Dienstag in Genf.

Giftgas-Einsatz in Syrien: Kritik an UN-Sicherheitsrat und Russland

Osnabrück (epd). Amnesty International hat dem UN-Sicherheitsrat angesichts der neuen Berichte zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien Tatenlosigkeit vorgeworfen. Kriegsverbrechen in der Region müssten endlich mit aller Kraft verfolgt werden, forderte der Syrien-Experte der Menschenrechtsorganisation, René Wildangel, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe).

Bolivien: Streikende Bergarbeiter erschlagen Vize-Minister

Quito (epd). In Bolivien ist der stellvertretende Innenminister Rodolfo Illanes von streikenden Bergarbeitern getötet worden. Präsident Evo Morales verhängte am Freitagmorgen (Ortszeit) auf einer live übertragenen Pressekonferenz im Regierungspalast eine dreitägige Staatstrauer und sprach von einer Verschwörung gegen die Regierung.

Philippinische Regierung und Rebellen vereinbaren unbefristete Waffenruhe

Oslo (epd). Bei ihren Friedensverhandlungen in Oslo haben sich die Vertreter der philippinischen Regierung und der kommunistischen Rebellen auf einen unbefristeten Waffenstillstand geeinigt. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag unterschrieben, wie das norwegische Außenministerium in Oslo mitteilte.

Steinmeier verurteilt Einsatz von Chemiewaffen in Syrien

Berlin/Den Haag (epd). Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den Einsatz chemischer Waffen im Syrien-Krieg auf das Schärfste verurteilt. Steinmeier sprach am Donnerstag in Berlin von einem "skrupellosen und rücksichtslosen Einsatz" gegen die syrische Bevölkerung und einem "vorsätzlichen Bruch des Chemiewaffen-Übereinkommens", der nicht folgenlos bleiben dürfe.

Historischer Friedensschluss in Kolumbien

Rio de Janeiro (epd). Historischer Moment in Kolumbien: Nach mehr als 50 Jahren Gewalt haben die Regierung und die Farc-Guerilla ein Ende des Bürgerkriegs vereinbart. Das berichteten kolumbianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dreieinhalb Jahre hatten sich die Gespräche in der kubanischen Hauptstadt Havanna hingezogen, oft von neuen Gefechten begleitet.

Christlich-Islamisches Friedenszentrum in Nigeria eröffnet

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat die Eröffnung eines Friedenszentrums von Muslimen und Christen in Nigeria begrüßt. Das Zentrum liege in der nordnigerianischen Stadt Kaduna, wo in den letzten drei Jahrzehnten mehr als 20.000 Menschen in oftmals religiös motivierten Konflikten getötet worden seien, teilte der Weltkirchenrat am Sonntag in Genf mit.