Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Minister Müller fordert Reform des weltweiten Krisenmanagements

Berlin (epd). Angesichts zahlreicher Konflikte in vielen Regionen der Erde fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine Reform des Weltkrisenmanagements. Die Fähigkeiten, Krisen zu verhindern, müssten gestärkt werden, sagte Müller am Donnerstag in Berlin.

Hilfswerke beklagen Tod und Verwüstung in Syrien

Freiburg/Aachen (epd). Sechs Jahre nach Beginn des Syrien-Krieges beklagen Hilfsorganisationen katastrophale Zustände in dem arabischen Land. Noch nie zuvor seien so viele Vertriebene, Flüchtlinge und Gewaltopfer auf Hilfe angewiesen gewesen wie heute, erklärte Caritas international am Mittwoch in Freiburg.

Friedenskreis Pankow und AGDF laden zur Friedenswerkstatt beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Angesichts der täglichen Nachrichten von Terror und Gewalt, den Bildern von Tod und Vertreibung, Flucht und Elend, aber auch der steigenden Rüstung und einem zunehmenden Denken in Richtung militärischer Lösungen von Konflikten wollen Friedensgruppen und Friedensverbände während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin zeigen, dass auch in Taten und Worten Frieden gestiftet werden kann.

Kolumbiens Farc-Guerilla übergibt Kindersoldaten

Rio de Janeiro (epd). Die kolumbianische Farc-Guerilla hat im Rahmen des Friedensprozesses mit der Übergabe von minderjährigen Kämpfern an das Rote Kreuz begonnen. Im Bundesstaat Antioquia im Nordwesten des Landes entließ die Farc am Freitag (Ortszeit) die ersten sieben Kindersoldaten, wie der Hörfunksender Caracol auf seiner Internetseite berichtete.

Syrien-Gespräche ohne Ergebnis beendet

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die Genfer Syrien-Gespräche ohne greifbare Ergebnisse für die Millionen notleidenden Menschen in dem Bürgerkriegsland unterbrochen.

Tausende Menschen fliehen täglich vor Schlacht um Mossul

Genf/Bagdad (epd). Die Schlacht um die nordirakische Großstadt Mossul zwingt nach UN-Angaben immer mehr Menschen in die Flucht. Derzeit verließen jeden Tag rund 4.000 Männer, Frauen und Kinder die umkämpften Gebiete, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit.

Hilfswerk: UN-Liste der Schande zu Kindersoldaten ist lückenhaft

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat die sogenannte "Liste der Schande" über Staaten oder Konfliktparteien, die Kinder als Soldaten rekrutieren, als unvollständig kritisiert. Die vom UN-Generalsekretär jährlich erstellte Liste habe in den vergangenen Jahren politisch motivierte Lücken enthalten, teilte das Hilfswerk am Donnerstag in Osnabrück mit.

UN: Alle Parteien verübten Kriegsverbrechen in Aleppo

Genf (epd). Die Syrien-Kommission der UN hat sowohl gegen die Regierung in Damaskus und ihren Verbündeten Russland als auch gegen Rebellen schwere Vorwürfe erhoben. Alle Konfliktparteien hätten während der Schlacht von Aleppo im vergangenen Jahr Kriegsverbrechen verübt, erklärte das unabhängige UN-Untersuchungsgremium am Mittwoch in Genf.

Russland schaltet sich in Genfer Syrien-Gespräche ein

Genf (epd). Die Syrien-Verhandlungen der Vereinten Nationen treten auf der Stelle. UN-Diplomaten betonten am Montag in Genf, dass bislang noch keinerlei Annäherung zwischen den Delegationen des Assad-Regimes und der Opposition erzielt worden sei. Russland wollte sich im Lauf des Tages für Fortschritte bei den Gesprächen einsetzen, die am vergangenen Donnerstag begonnen haben.

Konfliktforscher: Zahl der Kriege leicht gesunken

Heidelberg (epd). Weltweit 18 Kriege und mehr als 400 Konflikte hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung im vergangenen Jahr gezählt. Damit herrschte ein Krieg weniger als im Jahr davor, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Konfliktbarometer 2016 hervorgeht.