Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Friedensverband kritisiert "Militarisierung" der EU

Bonn (epd). Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) wirft der Europäischen Union eine zunehmende Militarisierung vor. 60 Jahre nach der Unterzeichnung der Römischen Verträge - dem Gründungsakt der EU - gebe es Überlegungen für eine Verteidigungsunion und gemeinsame Rüstungsprojekte, sagte der Geschäftsführer des evangelischen Verbandes, Jan Gildemeister, am Freitag in Bonn.

AGDF: Keine schleichende Militarisierung für das Friedensprojekt Europäische Union

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden hat die Europäische Union als „ein großes Friedensprojekt“ bezeichnet, das viel zur Versöhnung der Völker Europas nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen habe. Mit Besorgnis betrachtet der evangelische Friedensverband allerdings die zunehmende Militarisierung der EU, betont Jan Gildemeister, der AGDF-Geschäftsführer.

Marx: Entwicklungspolitik ist auch Sicherheitspolitik

Ebersberg (epd). Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat vor mehr Waffen in Europa gewarnt. Sicherheit bedeute nicht mehr Militär, sagte der Erzbischof von München und Freising, laut einer Mitteilung bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising am Samstag in Ebersberg.

"Ärzte ohne Grenzen": Im Jemen werden Grundrechte mit Füßen getreten

Berlin (epd). Im Jemen herrscht seit zwei Jahren Krieg, aber die Welt nimmt kaum Notiz davon. Dabei ist die Situation katastrophal. Millionen Menschen hungern, es gibt kaum Medikamente und Kliniken werden bombardiert. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von "Ärzte ohne Grenzen", Florian Westphal, ist erschüttert über die Rücksichtslosigkeit, mit der im Jemen gekämpft wird.

"Unbeschreibliche Not"

Genf/Berlin (epd). Mit einem dramatischen Appell haben die Vereinten Nationen zum sechsten Jahrestag des Kriegsbeginns in Syrien auf das Leid der Bevölkerung aufmerksam gemacht. Der Konflikt sei die schlimmste von Menschen gemachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Dienstag in Genf.

2016 schlimmstes Jahr für Kinder im syrischen Bürgerkrieg

Köln/Osnabrück (epd). Die Lage der Kinder in Syrien ist nach Einschätzung von Hilfswerken noch nie so schlecht gewesen wie im vergangenen Jahr. Im sechsten Jahr des Bürgerkrieges wurden demnach mehr Kinder denn je getötet, verstümmelt oder für den Kampf rekrutiert. Nach Angaben von Unicef wurden 652 Kinder getötet, 20 Prozent mehr als im Jahr davor.

Guterres Verharmlosung der Gewalt im Südsudan vorgeworfen

Genf/Frankfurt a.M. (epd). UN-Generalsekretär Antonio Guterres steht wegen seiner Äußerung, die Gefahr eines Völkermords im Südsudan habe erheblich abgenommen, in der Kritik. Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen warf Guterres am Donnerstag vor, die Gräueltaten zu verharmlosen.