Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Stoppschild für Atommächte

Berlin (epd). Zwei Stunden, nachdem das Nobelkomitee in Oslo bekanntgab, dass der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) geht, stehen junge Menschen im Foyer der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin im Kreis, ein Glas Sekt in der Hand, und können es kaum fassen.

Friedensnobelpreis für Kampagne gegen Atomwaffen

Oslo/Frankfurt a.M. (epd). Eine Entscheidung mit starkem politischem Signal: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.

Menschenrechtler: Vergewaltigung ist Kriegswaffe in Zentralafrika

New York/Frankfurt a.M. (epd). Menschenrechtler haben systematische sexuelle Gewalt im Bürgerkriegsland Zentralafrikanische Republik beklagt. Bewaffnete Gruppen setzten Vergewaltigung und sexuelle Sklaverei als systematische Kriegswaffen ein, erklärte Human Rights Watch am Donnerstag in New York. Die Kommandanten hätten diese Gräueltaten geduldet und in manchen Fällen sogar selbst befohlen.

Hilfswerk kritisiert gezielten Beschuss von Zivilisten in Syrien

Genf (epd). Die Kriegsparteien in Syrien zwingen laut einer Studie Zivilisten durch Bomben und Raketenbeschuss mehrfach zur Flucht und zerstören gezielt ihre Lebensgrundlagen. Viele Vertriebene irrten monatelang in den Konfliktgebieten umher, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International, der am Donnerstag in Genf veröffentlicht wurde.

Zahl der Opfer nach Protesten in Kamerun steigt

Genf/Jaunde (epd). Die Zahl der Toten nach Protesten von Separatisten im Südwesten Kameruns ist offenbar höher als zunächst angenommen. Amnesty International sprach am Dienstag von 17, Kameruns Oppositionsführer John Fru Ndi von mindestens 30 Toten. Zunächst war von acht Toten die Rede gewesen.

Tote bei Protesten im Südwesten Kameruns

Jaunde/Genf (epd). Bei Protesten von Separatisten in Kamerun sind am Sonntag mindestens acht Menschen getötet worden. Journalisten in dem zentralafrikanischen Staat berichteten am Montag, die Armee sei mit äußerster Gewalt gegen Demonstranten im Südwesten des Landes vorgegangen, die die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils Kameruns fordern.

Evangelischer Friedensverband AGDF wählt neue Vorsitzende

Naunhof (epd). Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Theologin Christine Busch zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt. Es sei eine bleibende Aufgabe des evangelischen Friedensverbandes "selbstbewusst und eigenständig zu agieren an der Schnittstelle von Gesellschaft und Kirche", sagte Busch am Samstagabend bei einer Mitgliederversammlung in Naunhof bei Leipzig.