Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Die Schlüsselfigur bei der Vertreibung der Rohingya

Rangun/Frankfurt a.M. (epd). Bei der Verfolgung der Rohingya in Myanmar kommt ihm laut Menschenrechtlern eine Schlüsselrolle zu: Armeechef Min Aung Hlaing. "Er überwacht Verbrechen, die nach UN-Auffassung klare Anzeichen für eine ethnische Säuberung tragen", sagt Mark Farmaner, Leiter der "Burma Campaign UK", eine britische Initiative, die noch den früheren Namen Myanmars trägt, Burma.

Nukleare Bedrohung im Fokus der UN-Vollversammlung

New York (epd). Die nukleare Bedrohung in der Welt hat am Mittwoch die UN-Vollversammlung bestimmt. Dutzende Staats- und Regierungschefs unterzeichneten in New York den im Juli verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem Meilenstein.

Nigeria: Biafra-Separatisten zur Terror-Organisation erklärt

Abuja (epd) (epd). Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Militär und Separatisten in Nigeria hat das Verteidigungsministerium in Abuja die Indigene Bewegung für Biafra (Ipob) zur Terror-Organisation erklärt. Wie nigerianische Medien am späten Freitagabend berichteten, haben die Gouverneure der neun betroffenen Bundesstaaten kurz darauf alle Aktivitäten der Gruppierung verboten.

Brahms: EU-Instrumente der Konfliktprävention und Entwicklungshilfe nicht militärisch nutzen

Die Pläne der Europäischen Union, Gelder aus dem Instrument für Stabilität und Frieden, mit dem Maßnahmen der zivilen Konfliktprävention finanziert werden, künftig auch für die Unterstützung von Streitkräften in Drittstaaten zu verwenden, hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, scharf kritisiert.

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Atomwaffenverbot

Berlin (epd). Friedensorganisationen wie die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) oder die Juristenvereinigung gegen Atomwaffen (Ialana) sprechen von einem Präzedenzfall: Noch nie in ihrer Geschichte habe sich die Bundesrepublik multilateralen Gesprächen zur Abrüstung und Rüstungskontrolle verweigert.

UN: Schreckliches Leiden der Zivilisten in Syrien

Genf (epd). Mehr als sechs Jahre nach Beginn des Konflikts in Syrien dauert die Gewalt in dem Land laut einem UN-Bericht unvermindert an. Vor allem die Zivilisten müssten unter Militärschlägen, Belagerungen und Terror leiden, heißt es in einer Untersuchung, die die Syrien-Kommission des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen am Mittwoch in Genf vorstellte.

UN beschließen Sanktionen zur Stärkung von Friedensabkommen in Mali

New York/Genf (epd). Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will das brüchige Friedensabkommen in Mali stärken. Das UN-Gremium nahm am Dienstag in New York einstimmig einen von Frankreich eingebrachten Resolutionsentwurf an, der ein Sanktionsregime vorsieht.

Amnesty: Neue Gewaltwelle durch Boko Haram

Abuja/Berlin (epd). Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram hat laut Amnesty International in einer neuen Anschlagswelle seit April mindestens 381 Menschen getötet. Dies sei mehr als doppelt so viel wie in den fünf Monaten zuvor, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in Berlin.

Protestwoche gegen US-Airbase Ramstein hat begonnen

Kaiserslautern/Ramstein (epd). Die Protestwoche gegen den US-Luftwaffenstützpunkt im westpfälzischen Ramstein der bundesweiten Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" hat am Sonntag begonnen.