Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: Gewalt in Mali zwingt Tausende Menschen in die Flucht

Genf (epd). Die Vereinten Nationen sind alarmiert über die eskalierende Gewalt zwischen ethnischen Gruppen in Mali. Dutzende Menschen seien in den vergangenen Wochen in Zentralmali getötet worden, erklärte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Dienstag in Genf. Rund 3.000 Menschen seien in das benachbarte Burkina Faso geflohen.

Papst zutiefst beunruhigt über Syrien-Eskalation

Rom (epd). Papst Franziskus hat mit großer Sorge auf die Gewalt-Eskalation in Syrien reagiert. Er sei "zutiefst erschüttert", sagte er am Sonntag beim Regina-Coeli-Gebet auf dem römischen Petersplatz. In der Nacht zu Samstag hatten die USA, Großbritannien und Frankreich syrische Ziele gemeinsam mit Raketen angegriffen.

Bedford-Strohm zu Syrien: "Militärschläge nicht die Lösung"

Trier/München (epd). Bayerns evangelischer Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm, hat den Angriff der Westmächte USA, Frankreich und Großbritannien auf Ziele in Syrien kritisiert. "Ich glaube, viele von uns haben das Gefühl: Man muss irgendetwas tun gegen die Verletzung der elementarsten Regeln des Völkerrechts durch Giftgasangriffe", erklärte Bedford-Strohm am Samstag in Trier.

Merkel befürwortet Militärschläge gegen Syrien

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat sich hinter die westlichen Militärschläge in Syrien gestellt. "Der Militäreinsatz war erforderlich und angemessen, um die Wirksamkeit der internationalen Ächtung des Chemiewaffeneinsatzes zu wahren und das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag in Berlin.

Delegation bringt "Mutlanger Manifest" vor UNO

Mutlangen/Genf (epd). Eine Delegation der Friedenswerkstatt Mutlangen stellt vor der UNO in Genf das "Mutlanger Manifest" vor. Die Delegation trete ein für ein weltweites Atomwaffenverbot, teilte Wolfgang Schlupp-Hauck, Vorsitzender der Friedenswerkstatt, mit. 

"Brenzliger denn je"

Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat seine große Sorge angesichts der verbalen Eskalation im Syrien-Konflikt ausgedrückt.

Experte: Giftgas ist seit jeher als besonders heimtückisch geächtet

Berlin (epd). Unsichtbar, heimtückisch, geächtet: Dass der mutmaßliche Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma weltweit für Empörung sorgt, hat dem Sicherheitspolitikexperten Oliver Meier zufolge sowohl völkerrechtliche als auch historische und ethische Gründe.

Friedensaktivisten warnen vor Ausweitung des Syrien-Krieges

Berlin (epd). Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs) hat vor einer "katastrophalen Ausweitung" des Krieges in Syrien gewarnt und ein sofortiges Ende aller Bombardierungen sowie Drohungen gegen das Land gefordert.