Friedenskampagne verurteilt Syrien-Angriff

Bonn (epd). Die Kampagne "Macht Frieden" verurteilt die Bombardierung syrischer Ziele durch die USA, Großbritannien und Frankreich. Die Militärschläge seien ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates und noch vor Aufnahme der Untersuchungen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zum mutmaßlichen Giftgaseinsatz im syrischen Duma erfolgt, betonte die Kampagne mit Sitz in Bonn am Samstag. Sie kritisierte auch die politische Unterstützung der Bombardierung von Seiten der deutschen Bundesregierung. 

Die "potenziell konflikteskalierende Haltung der deutschen Politik" sei Grund zur Sorge. Ein geopolitischer Machtkampf dürfe nicht auf dem Rücken der syrischen Bevölkerung ausgetragen werden. "Deutschland muss jetzt deeskalierend auf seine Partnerländer und Russland einwirken." Syrien sei zum Schlachtfeld weltweiter Interessen geworden, bei dem sich Russland und die Nato gegenüberstehen. "Die derzeitige Eskalation bedroht den Weltfrieden und muss beendet werden, bevor aus Unvernunft oder Fahrlässigkeit ein nuklearer Krieg ausgelöst wird", erklärte die Kampagne.

Die Kampagne "Macht Frieden. Zivile Lösungen für Syrien" wird getragen von 25 Organisationen und Gruppen der deutschen Friedensbewegung, darunter die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW, die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), das Netzwerk Friedenskooperative, der Versöhnungsbund und Pax Christi.