Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: Immer mehr Kinder leiden und sterben in Kriegen

Genf / New York (epd). Immer mehr Kinder leiden und sterben in den Kriegen rund um die Welt. Im vergangenen Jahr seien dabei 21.000 schwere Kinderrechtsverletzungen an Mädchen und Jungen registriert worden, erklärte die UN-Sonderbeauftragte, Virginia Gamba, in ihrem Bericht 2017 am Mittwoch in New York. Im Jahr 2016 seien es 15.500 solcher Verletzungen gewesen.

Brüchiger Pakt gegen die Bombe

Genf (epd). Peter Maurer hält sich normalerweise mit Warnungen zurück. Doch bei der Genfer Atomwaffenkonferenz schlug der Rot-Kreuz-Präsident Alarm: Die Menschheit sei heute mit einem erhöhten Atomkriegs-Risiko konfrontiert, sagte er. Die Politiker müssten den Einsatz der Massenvernichtungswaffen unter allen Umständen verhindern.

Konferenz über Religionsvertreter als Friedensstifter

Berlin (epd). Deutschland will in der internationalen Friedensarbeit neue Wege gehen und die Zusammenarbeit mit Religionsvertretern intensivieren. Auf Einladung des Auswärtigen Amts und des finnischen Außenministeriums debattieren noch bis Mittwoch rund 70 Religionsvertreter aus mehreren asiatischen Ländern in Berlin über die Friedensverantwortung der Religionen.

Religionsvertreter als Partner bei ziviler Konfliktlösung

Berlin (epd). Deutschland will in der internationalen Friedensarbeit neue Wege gehen und die Zusammenarbeit mit Religionsvertretern intensivieren. Auf Einladung des Auswärtigen Amts und des finnischen Außenministeriums debattieren noch bis Mittwoch rund 70 Religionsvertreter aus mehreren asiatischen Ländern in Berlin über die Friedensverantwortung der Religionen.

Friedensforscher: Welt von nuklearer Abrüstung noch weit entfernt

Stockholm (epd). Friedensforscher sehen die Welt noch weit entfernt von einer atomaren Abrüstung. Zwar habe sich die Anzahl der Nuklearsprengköpfe weiter verringert, doch das Tempo bleibe langsam, erklärte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag. Gleichzeitig seien alle neun Atommächte dabei, ihre Arsenale zu erweitern und technisch aufzurüsten. 

UN wollen Verfassungssauschuss für Syrien zusammenstellen

Genf (epd). Die Vereinten Nationen wollen ein Verfassungskomitee für das Bürgerkriegsland Syrien zusammenstellen. Dem Ausschuss sollen Vertreter der Assad-Regierung, der Opposition sowie unabhängige Gruppen und Experten angehören, erklärte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Donnerstag in Genf. Zugleich schränkte er ein, er rechne nicht mit einem "großen Durchbruch".

EKD-Friedensbeauftragter: Anschaffung von Kampfdrohnen überdenken

Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat sich kritisch zur Anschaffung von waffenfähigen Drohnen für die Bundeswehr geäußert. "Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen", warnte Brahms am Dienstag in Bonn.

Aufruf zum Glockenläuten am Friedenstag

Kassel/Darmstadt (epd). Die beiden evangelischen Kirchen in Hessen wollen sich am Internationalen Friedenstag, 21. September, an einem europaweiten Glockenläuten beteiligen. Alle Kirchengemeinden und Glockeneigentümer seien aufgerufen, an diesem Tag in der Zeit von 18 Uhr bis 18.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit ihre Glocken zu läuten, teilten die beiden Kirchen am Dienstag mit.

UN fordern Untersuchung von Luftattacke in Syrien mit Dutzenden Toten

Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat einen tödlichen Luftangriff auf ein Dorf im syrischen Rebellengebiet Idlib verurteilt. Wie die UN am Montag in Genf mitteilten, kamen dabei in der Nacht zum Freitag "Dutzende" Menschen ums Leben, darunter auch Kinder.