UN: Immer mehr Kinder leiden und sterben in Kriegen

Genf / New York (epd). Immer mehr Kinder leiden und sterben in den Kriegen rund um die Welt. Im vergangenen Jahr seien dabei 21.000 schwere Kinderrechtsverletzungen an Mädchen und Jungen registriert worden, erklärte die UN-Sonderbeauftragte, Virginia Gamba, in ihrem Bericht 2017 am Mittwoch in New York. Im Jahr 2016 seien es 15.500 solcher Verletzungen gewesen.

Die meisten Verbrechen wurden 2017 im Bürgerkriegsland Syrien erfasst, wie die Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte in ihrem Bericht festhielt. Im vergangenen Jahr seien über 10.000 Kinder getötet oder verstümmelt worden. Besonders viele tote und versehrte Kinder seien auch im Irak, Myanmar, Syrien und Afghanistan zu verzeichnen gewesen. Andere Verbrechen seien die Verschleppung, die Inhaftierung und die Rekrutierung von Kindern durch bewaffnete Gruppen. Oft würden die Kindersoldaten vergewaltigt.

Zudem beklagte Gamba Attacken auf Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen sowie Wohngegenden. Ebenso prangerte sie das Belagern und Aushungern von Menschen in Ortschaften an, wie sie etwa in Syrien wiederholt vorkamen. Weitere Länder, in denen viele Kinder zu Opfern wurden, seien Nigeria, Somalia, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Südsudan und Jemen gewesen.