Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Afghanistans Regierung verkündet befristete Waffenruhe

Kabul (epd). Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat am Donnerstag eine einseitige Waffenruhe mit den aufständischen Taliban verkündet. Diese soll vom 12. bis 19. Juni gelten, wie afghanische Medien berichteten. In diesem Zeitraum wird auch das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gefeiert, der als Zeit des Friedens und der Versöhnung gilt. 

Befristete Waffenruhe in Afghanistan

Kabul (epd). In Afghanistan weckte eine von den Taliban verkündete Waffenruhe Hoffnung auf einen neuen Friedensprozess. In einem außergewöhnlichen Schritt hatten die aufständischen Islamisten Samstag eine dreitägige Waffenruhe angekündigt, wie afghanische Medien berichteten. Es ist das erste Mal seit dem Beginn des Konfliktes 2001, dass die Taliban eine Kampfpause ausgerufen haben. 

UN: Südsudan gefährlichstes Land für Helfer weltweit

Genf (epd). Der Südsudan ist nach UN-Angaben das gefährlichste Land für humanitäre Helfer weltweit. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor viereinhalb Jahren seien 100 Mitarbeiter humanitärer Organisationen im Südsudan getötet worden, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Montag in Genf. Zudem würden Helfer überfallen, verletzt und ausgeraubt. Entführungen seien an der Tagesordnung.

UN: Hunderttausenden Kindern im Südsudan droht Hungertod

Genf/New York (epd). Die Vereinten Nationen haben vor einer Zunahme der Hungerkrise im Südsudan gewarnt. Hunderttausenden Kindern in dem Bürgerkriegsland drohe der Hungertod, erklärte das Hilfswerk Unicef am Freitag in Genf. Mehr als eine Million Jungen und Mädchen im Südsudan seien akut unterernährt.

Die Wunden sind noch nicht verheilt

Köln (epd). Sofije hatte keine Chance, als eine Gruppe von 30 Soldaten in das Haus ihrer Familie eindrang. "Ich habe mich gewehrt, aber ich konnte nicht entkommen", erinnert sich die junge Frau. Vier Männer vergewaltigten die damals 14-Jährige während des Kosovo-Kriegs 1999. Immer noch leidet die heute 33-Jährige unter den Folgen.

"Dem Wahnsinn etwas entgegensetzen"

Köln (epd). Im Dezember 1992 ist die zentralbosnische Stadt Zenica Zufluchtsort von rund 100.000 vertriebenen Menschen. "Turnhallen, Schulen, alles war voll mit Flüchtlingen", erinnert sich Monika Hauser. Darunter viele Frauen, die vor und auf der Flucht brutal vergewaltigt worden waren. Von dieser Situation hatte die Gynäkologin im heimischen Köln durch Presseberichte erfahren.

Die surrende Gefahr

Mogadischu (epd). Immer wieder unterbrach Isha Abdule Isaaq ihre Arbeit auf dem Feld und lauschte nach dem bedrohlichen Surren. Häufig bestätigte sich ihre Befürchtung und es näherte sich eine der US-Drohnen, die sie seit etwa zwei Jahren immer wieder in Angst versetzen. Dann blieb der 57-jährigen Somalierin nichts übrig als zu beten, dass keine Bomben fallen.

Militärbischof Rink vorsichtig optimistisch zur Zukunft Afghanistans

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat den Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan als Beitrag zur Entwicklungspolitik gewürdigt. Zivile und militärische deutsche Organisationen leisteten vor Ort "Hilfe zur Selbsthilfe", sagte Rink dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach einem Besuch der deutschen Soldaten in Masar-i-Sharif und seinem erstmaligen Aufenthalt in Kabul.