Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, und zerstörten Lebensgrundlagen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit und Frieden. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht und darf niemandem verwehrt werden.
Berlin (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach eigenen Worten „pragmatische Lösungen“ finden, um afghanische Ortskräfte von Bundeswehr und Polizei nach Deutschland zu holen. Das heiße gegebenenfalls auch, über Charterflugzeuge nachzudenken, sagte sie am Donnerstag in Berlin mit Blick auf die nach dem deutschen Truppenabzug am Hindukusch zurückgebliebenen zivilen Helfer.
Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben davor gewarnt, dass Afghanistan nach Abzug der internationalen Truppen unmittelbar vor einer gravierenden humanitären Krise steht. Immer mehr Menschen litten unter der eskalierenden Gewalt, und die Zahl der Flüchtlinge nehme zu, sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Babar Baloch, am Dienstag in Genf.
Frankfurt a.M. (epd). Internationale Hilfsorganisationen haben sich erleichtert über die Verlängerung der grenzüberschreitenden Hilfslieferungen für syrische Bürger im Nordwesten des Landes geäußert. „Wir sind erleichtert, dass der UN-Sicherheitsrat nach zähem Ringen entschieden hat, einen Grenzübergang von der Türkei nach Syrien für Hilfsgüter der Vereinten Nationen offen zu halten.
Frankfurt a.M./Genf (epd). Krieg, Vertreibung, Hunger und nun auch noch Corona: Zehn Jahre nach Beginn des Syrienkriegs sind Millionen von Menschen im Land auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) warnte jüngst vor der schlimmsten Hungerkrise seit Beginn des Konflikts.
Dubai/Kabul (epd). Eigentlich hätte Zainab Musawi demnächst nach Japan reisen sollen. Die 26-jährige Informatikerin aus Kabul hatte ein Stipendium, um ihre Masterarbeit dort zu schreiben. Doch Zainab Musawi wurde Mitte Juni bei einem Anschlag auf einen Mini-Bus getötet. Sie fuhr damit durch ihr Wohnviertel Dasht-e-Barchi im Westen der afghanischen Hauptstadt.
Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg hat sich für eine grundlegende Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes ausgesprochen. „Wir bleiben verantwortlich, die notwendigen politischen Lehren aus diesem Einsatz zu ziehen“, sagte Felmberg am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Frankfurt a.M./Addis Abeba (epd). In der äthiopischen Krisenprovinz Tigray ist trotz einer von der Regierung einseitig erklärten Waffenruhe kein Ende der Kämpfe in Sicht. Im US-Nachrichtensender CNN kündigten die Anti-Regierungstruppen am Dienstag an, weiterzukämpfen, bis alle feindliche Einheiten Tigray verlassen hätten. Man werde alles Nötige tun, um das Militär zu vertreiben.
Berlin, Essen (epd). Vor Beginn der zweiten Libyen-Konferenz am Mittwoch in Berlin hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Fortschritte bei der Bewältigung der humanitären Krise in dem nordafrikanischen Land angemahnt. Für die 600.000 Migranten und 40.000 Flüchtlinge, die in Libyen festsäßen, sei dringend eine Lösung nötig, sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).
Genf (epd). Das Nothilfe-Büro der UN hat vor einer aufziehenden humanitären Katastrophe in Nordwest-Syrien gewarnt. Millionen Menschen könnten möglicherweise ab Juli wegen des Auslaufens einer UN-Genehmigung nicht mehr mit Lebensmitteln und Medizin versorgt werden, erklärte der Sprecher des Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe, Jens Laerke, am Dienstag in Genf.
Genf (epd). Die Rebellenmiliz Allied Democratic Forces (ADF) hat nach UN-Angaben schwere Massaker an Zivilisten in der Demokratischen Republik Kongo verübt. Bei Überfällen auf Dörfer und Flüchtlingslager in der östlichen Provinz Ituri hätten ADF-Kämpfer mit Schusswaffen und Macheten 57 Menschen getötet, darunter sieben Kinder, teilte das Hilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mit.