Ausgehend vom Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung engagieren sich seit Ende der 1980er Jahre Gremien der Kirchen verschiedener Konfessionen, christliche Gruppen und Friedensdienste im Kontext der weltweiten Ökumene. Gemeinsames Ziel der verschiedenen Aktivitäten ist es auch heute, Frieden zu fördern, Ungerechtigkeit zu bekämpfen und die Schöpfung Gottes zu bewahren.

Ökumene

Friedenstheologe Enns warnt vor "Sicherheitswahn"

Bremen (epd). Der mennonitische Friedenstheologe Fernando Enns hat vor einem "Sicherheitswahn" im Kampf gegen den Terror gewarnt. "Er gaukelt uns vor, dass uns Aufrüstung, militärische Wehrhaftigkeit, höhere Zäune oder der Einsatz der Bundeswehr im Innern vor solchen Anschlägen schützen können", sagte Enns am Sonntag im Abschlussgottesdienst des ökumenischen Stadtkirchentages in Bremen.

Weltkirchenrat ruft zu Gebeten für Ende des Nahostkonflikts auf

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die Christen zu Gebeten für ein friedliches Miteinander von Palästinensern und Israelis aufgerufen. Während der am Sonntag beginnenden Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel könnten die Gläubigen ihre Unterstützung für eine gewaltfreie Lösung des Nahostkonflikts zum Ausdruck bringen, erklärte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) am Freitag in Genf.

Religionsvertreter wollen in Assisi für den Frieden beten

Rom (epd). Rund 470 Vertreter unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften sowie Tausende von Gläubigen werden ab Sonntag für drei Tage zum interreligiösen Treffen für den Frieden in Assisi erwartet. Für Dienstag hat sich auch Papst Franziskus angesagt.

Weltkirchenrat kritisiert US-Milliarden-Hilfe für Israels Militär

Genf / Washington (epd). Der Weltkirchenrat hat die milliardenschwere Militärhilfe der USA für Israel scharf kritisiert. Eine weitere Aufrüstung der unsicheren Nahost-Region sei unverantwortlich, heißt es in einer am Mittwoch (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Stellungnahme des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Zeitung: Bundesamt meldet zunehmende Zahl radikalisierter Mädchen

Osnabrück (epd). In Deutschland radikalisieren sich offenbar immer mehr muslimische Mädchen. Die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge verzeichnet einen deutlichen Anstieg entsprechender Beratungen, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe) berichtet. Im Jahr 2015 seien in knapp der Hälfte aller Beratungsfälle Mädchen betroffen gewesen.

Weltkirchenrat will stärker mit Vatikan zusammenarbeiten

Genf (epd). Der Weltkirchenrat will für Gerechtigkeit und Frieden stärker mit der katholischen Kirche zusammen arbeiten. Die neue Vatikanbehörde für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen biete weite Möglichkeiten der Kooperation, erklärte der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, am Dienstag in Genf.

Christlich-Islamisches Friedenszentrum in Nigeria eröffnet

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat die Eröffnung eines Friedenszentrums von Muslimen und Christen in Nigeria begrüßt. Das Zentrum liege in der nordnigerianischen Stadt Kaduna, wo in den letzten drei Jahrzehnten mehr als 20.000 Menschen in oftmals religiös motivierten Konflikten getötet worden seien, teilte der Weltkirchenrat am Sonntag in Genf mit.