Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

EKD-Friedensbeauftragter: Deutlicher Vorrang für ziviles Engagement und gewaltfreie Konfliktlösung ist nötig

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer (Magdeburg), kritisiert das vom Deutschen Bundestag beschlossenen Rüstungsprogramms für die Bundeswehr: „Allein auf militärische Ausgaben zu setzen, wird der Komplexität der Sicherheitsprobleme vom Klimawandel über globale Gesundheitsprobleme bis hin zur Bekämpfung von Not, Armut und

Kirchen rufen zu Aktionstag am Luftwaffenstützpunkt Büchel auf

Bonn, Büchel (epd). Die Friedensarbeit der evangelischen Kirche lädt am 25. Juni zum 5. kirchlichen Aktionstag am Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel ein. An dem Tag gehe es darum, ein Zeichen für eine atomwaffenfreie Welt zu setzen, teilte die Friedensarbeit am Freitag in Bonn mit.

Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes wird vor Sommerpause initiiert

Berlin (epd). Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zu Afghanistan soll die militärische Evakuierungsoperation am Flughafen der Hauptstadt Kabul aufarbeiten. Wie Abgeordnete der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie der Union am Donnerstag in Berlin mitteilten, soll das Gremium noch vor der Sommerpause eingesetzt werden.

UN: Menschenrechtsverletzungen in Mali dramatisch zugenommen

Frankfurt a.M., Bamako (epd). Die Gewalt in Mali hat in den vergangenen Monaten laut einem UN-Bericht dramatisch zugenommen. Von Januar bis März seien in dem westafrikanischen Land mehr als 540 Zivilistinnen und Zivilisten von Islamisten oder Sicherheitskräften getötet worden, hieß es in dem Bericht der UN-Mission Minusma, der am Montag veröffentlicht wurde.

Lambrecht: Seelsorge schafft Freiräume für Soldaten

Berlin/Potsdam (epd). Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die evangelische Kirchliche Friedensarbeit bei einem Festakt zu deren 65. Jubiläum in Potsdam gewürdigt. Diese gebe seit Jahrzehnten Lebensberatung und Werteorientierung, sagte die Ministerin am Montag. Sie habe Freiräume für das Nachdenken, für Widerspruch und das offene Wort geschaffen.

Ukraine-Krieg: Niemöller-Stiftung für "unverzügliche" Verhandlungen

Wiesbaden (epd). Die Wiesbadener Martin-Niemöller-Stiftung hat „unverzügliche und ernsthafte“ Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg gefordert. Erst ein Waffenstillstand bilde die Voraussetzung dafür, Verhandlungen über einen Friedensschluss und eine künftige Friedensordnung führen zu können, erklärte die Stiftung am Freitag in Wiesbaden.

Friedensbewegung: Keine Grundgesetzänderung für Aufrüstung

Frankfurt a.M. (epd). Die Friedensbewegung ist strikt dagegen, das von der Regierung geplante Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro am 3. Juni im „Hauruck-Verfahren“ durch den Bundestag beschließen zu lassen. „Das Sondervermögen ist nichts weiter als ein Kriegskredit.

Bundestag verlängert Mali-Einsätze der Bundeswehr

Berlin (epd). Die Bundeswehr bleibt zunächst trotz erschwerter Bedingungen im westafrikanischen Krisenland Mali. Der Bundestag verlängerte am Freitag in Berlin sowohl die Teilnahme deutscher Soldatinnen und Soldaten an der Blauhelm-Mission Minusma als auch an der europäischen Ausbildungsmission EUTM um ein weiteres Jahr.