Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Vereinte Nationen laden zum ersten Humanitären Weltgipfel nach Istanbul

Genf (epd). Kaum ein Tag vergeht ohne neue Schreckensmeldung: von den Kriegen in Syrien, Irak und Südsudan über Erdbeben und Stürme wie in Nepal oder den Philippinen bis hin zu den Dürren in vielen Teilen Afrikas. Rund 125 Millionen Opfer der Konflikte und Naturkatastrophen brauchen jeden Tag Hilfe zum Überleben.

Oxfam: Weltgipfel muss humanitäres Völkerrecht stärken

Berlin (epd). Die Entwicklungsorganisation Oxfam erhofft sich vom ersten Humanitären Weltgipfel in Istanbul eine Stärkung des humanitären Völkerrechts. In heutigen Konflikten nehme Gewalt gegen die Zivilbevölkerung immer weiter zu, teilte die Organisation am Freitag in Berlin mit. Der Gipfel in Istanbul müsse gegen diese Entwicklung ein deutliches Zeichen setzen.

Entwicklungsorganisationen: Reform der humanitären Hilfe nötig

Berlin (epd). Das System der humanitären Hilfe weltweit ist nach Ansicht von Entwicklungsexperten den heutigen Herausforderungen nicht mehr gewachsen. Es müsse dringend reformiert werden, um auf bewaffnete Konflikte sowie Auswirkungen des Klimawandels schneller und flexibler reagieren zu können, teilte der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro) am Mittwoch in Berlin mit.

Bundestag billigt verlängerten Mali-Einsatz der Bundeswehr

(epd). Die Bundeswehr setzt ihre Beteiligung an der Ausbildungsmission EUTM der Europäischen Union im afrikanischen Mali bis zum 31. Mai 2017 fort. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend in Berlin mit großer Mehrheit. Das aktuelle Mandat läuft Ende Mai aus.

Evangelische Friedensarbeit kritisiert die geplante Aufstockung des Wehretats

Die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr in den kommenden sieben Jahren personell aufzustocken und auch den Wehretat bis 2020 von derzeit 34,2 auf 39,2 Milliarden Euro anzuheben, ist bei der evangelischen Friedensarbeit auf Kritik gestoßen. „Die Regierung stellt hier bereits Weichen, bevor das neue Weißbuch vor- und zur Diskussion gestellt wird.

Frieden im Nahen Osten

Die Kirchen haben den Frieden im Nahen Osten im Blick. Immer wieder beschäftigen sich kirchliche Gremien mit der Frage, wie es einen Frieden zwischen Israel und Palästina geben kann. Kürzlich hat die „Assembly of Catholic Ordinaries of the Holy Land“ ihre Sorge über die Entwicklung in Israel und Palästina ausgedrückt, nachdem der Vatikan Palästina offiziell als Staat anerkannt hat.

2015 höchste Zahl an Binnenflüchtlingen registriert

London/Genf (epd). Knapp 41 Millionen Menschen weltweit sind einer neuen Untersuchung zufolge Ende 2015 in ihrem eigenen Land auf der Flucht vor Konflikt und Gewalt gewesen. Eine höhere Zahl von Binnenflüchtlingen sei niemals zuvor registriert worden, teilte das Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) am Mittwoch in London mit.

UN: Angriffe auf Flüchtlinge Kriegsverbrechen

New York/Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die mutmaßlichen Luftangriffe auf Flüchtlingscamps in Nordsyrien mit vielen Todesopfern scharf verurteilt. Falls es sich um gezielte Angriffe gehandelt habe, seien es Kriegsverbrechen, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien am Donnerstag (Ortszeit) in New York.

Steinmeier: Waffenruhe in Aleppo Voraussetzung für syrische Friedensgespräche

Berlin (epd). Die Friedensbemühungen in Syrien können nach Ansicht von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nur mit einer Waffenruhe weitergeführt werden. "Es wird keine Rückkehr in die Gespräche nach Genf geben, wenn nicht auch der Waffenstillstand in und um Aleppo beachtet wird", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in Berlin.

Konflikte: UN-Sicherheitsrat fordert Schutz von Hospitälern

New York/Genf (epd). Nach den schweren Angriffe in Syrien hat der UN-Sicherheitsrat den Schutz von Ärzten, Patienten und medizinischen Einrichtungen in bewaffneten Konflikten gefordert. Alle 15 Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten am Dienstag in New York für eine entsprechende Resolution, die Deutschland und andere Länder unterstützen.