Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Marx: Entwicklungspolitik ist auch Sicherheitspolitik

Ebersberg (epd). Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat vor mehr Waffen in Europa gewarnt. Sicherheit bedeute nicht mehr Militär, sagte der Erzbischof von München und Freising, laut einer Mitteilung bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising am Samstag in Ebersberg.

"Ärzte ohne Grenzen": Im Jemen werden Grundrechte mit Füßen getreten

Berlin (epd). Im Jemen herrscht seit zwei Jahren Krieg, aber die Welt nimmt kaum Notiz davon. Dabei ist die Situation katastrophal. Millionen Menschen hungern, es gibt kaum Medikamente und Kliniken werden bombardiert. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von "Ärzte ohne Grenzen", Florian Westphal, ist erschüttert über die Rücksichtslosigkeit, mit der im Jemen gekämpft wird.

"Unbeschreibliche Not"

Genf/Berlin (epd). Mit einem dramatischen Appell haben die Vereinten Nationen zum sechsten Jahrestag des Kriegsbeginns in Syrien auf das Leid der Bevölkerung aufmerksam gemacht. Der Konflikt sei die schlimmste von Menschen gemachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Dienstag in Genf.

2016 schlimmstes Jahr für Kinder im syrischen Bürgerkrieg

Köln/Osnabrück (epd). Die Lage der Kinder in Syrien ist nach Einschätzung von Hilfswerken noch nie so schlecht gewesen wie im vergangenen Jahr. Im sechsten Jahr des Bürgerkrieges wurden demnach mehr Kinder denn je getötet, verstümmelt oder für den Kampf rekrutiert. Nach Angaben von Unicef wurden 652 Kinder getötet, 20 Prozent mehr als im Jahr davor.

Guterres Verharmlosung der Gewalt im Südsudan vorgeworfen

Genf/Frankfurt a.M. (epd). UN-Generalsekretär Antonio Guterres steht wegen seiner Äußerung, die Gefahr eines Völkermords im Südsudan habe erheblich abgenommen, in der Kritik. Die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen warf Guterres am Donnerstag vor, die Gräueltaten zu verharmlosen. 

Minister Müller fordert Reform des weltweiten Krisenmanagements

Berlin (epd). Angesichts zahlreicher Konflikte in vielen Regionen der Erde fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine Reform des Weltkrisenmanagements. Die Fähigkeiten, Krisen zu verhindern, müssten gestärkt werden, sagte Müller am Donnerstag in Berlin.

Hilfswerke beklagen Tod und Verwüstung in Syrien

Freiburg/Aachen (epd). Sechs Jahre nach Beginn des Syrien-Krieges beklagen Hilfsorganisationen katastrophale Zustände in dem arabischen Land. Noch nie zuvor seien so viele Vertriebene, Flüchtlinge und Gewaltopfer auf Hilfe angewiesen gewesen wie heute, erklärte Caritas international am Mittwoch in Freiburg.

Friedenskreis Pankow und AGDF laden zur Friedenswerkstatt beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Angesichts der täglichen Nachrichten von Terror und Gewalt, den Bildern von Tod und Vertreibung, Flucht und Elend, aber auch der steigenden Rüstung und einem zunehmenden Denken in Richtung militärischer Lösungen von Konflikten wollen Friedensgruppen und Friedensverbände während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin zeigen, dass auch in Taten und Worten Frieden gestiftet werden kann.

Kolumbiens Farc-Guerilla übergibt Kindersoldaten

Rio de Janeiro (epd). Die kolumbianische Farc-Guerilla hat im Rahmen des Friedensprozesses mit der Übergabe von minderjährigen Kämpfern an das Rote Kreuz begonnen. Im Bundesstaat Antioquia im Nordwesten des Landes entließ die Farc am Freitag (Ortszeit) die ersten sieben Kindersoldaten, wie der Hörfunksender Caracol auf seiner Internetseite berichtete.

Syrien-Gespräche ohne Ergebnis beendet

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die Genfer Syrien-Gespräche ohne greifbare Ergebnisse für die Millionen notleidenden Menschen in dem Bürgerkriegsland unterbrochen.