Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Tausende Menschen fliehen täglich vor Schlacht um Mossul

Genf/Bagdad (epd). Die Schlacht um die nordirakische Großstadt Mossul zwingt nach UN-Angaben immer mehr Menschen in die Flucht. Derzeit verließen jeden Tag rund 4.000 Männer, Frauen und Kinder die umkämpften Gebiete, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit.

Hilfswerk: UN-Liste der Schande zu Kindersoldaten ist lückenhaft

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat die sogenannte "Liste der Schande" über Staaten oder Konfliktparteien, die Kinder als Soldaten rekrutieren, als unvollständig kritisiert. Die vom UN-Generalsekretär jährlich erstellte Liste habe in den vergangenen Jahren politisch motivierte Lücken enthalten, teilte das Hilfswerk am Donnerstag in Osnabrück mit.

UN: Alle Parteien verübten Kriegsverbrechen in Aleppo

Genf (epd). Die Syrien-Kommission der UN hat sowohl gegen die Regierung in Damaskus und ihren Verbündeten Russland als auch gegen Rebellen schwere Vorwürfe erhoben. Alle Konfliktparteien hätten während der Schlacht von Aleppo im vergangenen Jahr Kriegsverbrechen verübt, erklärte das unabhängige UN-Untersuchungsgremium am Mittwoch in Genf.

Russland schaltet sich in Genfer Syrien-Gespräche ein

Genf (epd). Die Syrien-Verhandlungen der Vereinten Nationen treten auf der Stelle. UN-Diplomaten betonten am Montag in Genf, dass bislang noch keinerlei Annäherung zwischen den Delegationen des Assad-Regimes und der Opposition erzielt worden sei. Russland wollte sich im Lauf des Tages für Fortschritte bei den Gesprächen einsetzen, die am vergangenen Donnerstag begonnen haben.

Konfliktforscher: Zahl der Kriege leicht gesunken

Heidelberg (epd). Weltweit 18 Kriege und mehr als 400 Konflikte hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung im vergangenen Jahr gezählt. Damit herrschte ein Krieg weniger als im Jahr davor, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Konfliktbarometer 2016 hervorgeht.

Ringen um Syrien-Lösung in Genf

Genf (epd). Syriens Regierung lehnt Verhandlungen über eine Absetzung des Präsidenten Baschar al-Assad kategorisch ab. Die Delegation des Machthabers machte laut Diplomaten zum Auftakt der Syrien-Gespräche in Genf am Donnerstag klar, das Assads Position nicht Gegenstand eines Abkommens sein könne. 

UN: Mehr als 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht

New York / Genf (epd). Mehr als 20 Millionen Menschen in vier Konfliktländern sind laut den Vereinten Nationen vom Hungertod bedroht. Die internationale Gemeinschaft müsse eine Katastrophe im Südudan, in Somalia, in Nordost-Nigeria und im Jemen verhindern, verlangte UN-Generalsekretär António Guterres am Mittwochabend in New York.

UN erwarten keinen schnellen Durchbruch bei Syrien-Gesprächen

Genf (epd). Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura dämpft Hoffnungen auf Fortschritte bei den anstehenden Syrien-Gesprächen. Es werde keinen schnellen Durchbruch geben, sagte de Mistura am Mittwoch in Genf. "Wir haben keine übermäßigen Erwartungen."

Zwischen allen Fronten

Dohuk/Athen (epd). Beharrlich erinnert Nadia Murad an die Frauen, die bis heute das Schicksal erleiden, dem sie selbst entflohen ist. "Hat die Welt uns vergessen?!!", fragt sie über den Kurznachrichtendienst Twitter und weist darauf hin, dass sich noch immer 3.000 jesidische Mädchen und Frauen in der Gewalt der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) befinden.