Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Westfälische Kirche kritisiert Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

Bielefeld (epd). Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat deutsche Waffenexporte nach Saudi-Arabien kritisiert. "Der Krieg im Jemen zeigt: Waffen aus Deutschland sind eine Ursache für Flucht und Vertreibung", erklärte Kurschus am Mittwoch in Bielefeld.

Weltweit mehr als 30 Kriege und bewaffnete Konflikte

Hamburg (epd). Die Zahl der Kriege und bewaffneten Konflikte hat sich 2017 weltweit erneut kaum verändert. Das geht aus Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung der Universität Hamburg hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Demnach wurden 2017 insgesamt 31 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt, im Vorjahr waren es 32.

Kirchen machen Deutschland für Jemen-Katastrophe mitverantwortlich

Berlin/Bonn (epd). Die beiden großen Kirchen werfen der Bundesregierung vor, die humanitäre Katastrophe im Jemen durch Rüstungsexporte zu verschärfen. "Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt", sagte der evangelische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Martin Dutzmann, am Montag in Berlin.

Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt

„Waffenexporte aus Deutschland tragen zu der humanitären Katastrophe im Jemen bei. Ursachen von Flucht und Vertreibung werden hier von der Bundesregierung nicht bekämpft sondern mittelbar verschärft.“ Diesen Vorwurf erhebt Prälat Dr. Martin Dutzmann, der evangelische Vorsit- zende der GKKE.

Strafgerichtshof kann das Führen eines Angriffskriegs ahnden

Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag kann in Zukunft hochrangige Politiker und Militärs für das Führen eines Angriffskriegs verfolgen. Die Vertragsstaaten des Gerichts entschieden in der Nacht zum Freitag in New York, die Zuständigkeit um das Verbrechen der Aggression zu erweitern.

Nachbarn statt Feinde

Kampala (epd). Joseph Amani blickt auf seine alte Schule, die jetzt seine Kinder besuchen. Auf einem Stuhl, den der Direktor ihm geliehen hat, sitzt er auf dem staubigen Hof im Schatten einer Akazie. "Als ich hier in Uganda zur Schule ging, waren meine Eltern mit mir vor den Kämpfen mit dem Norden geflohen", sagt der Südsudanese nachdenklich.