Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Reformierte verstärken Engagement für syrische Flüchtlinge im Libanon

Leer/Beirut (epd). Die Evangelisch-reformierte Kirche verstärkt ihr Engagement für syrische Flüchtlinge im Libanon. Viele Probleme der Geflüchteten seien in Deutschland und Europa nicht bekannt, sagte Kirchenpräsident Martin Heimbucher dem epd am Mittwoch nach seiner Rückkehr aus Beirut.

Kirchliche Aktion gegen höhere Militärausgaben

Bonn/Berlin (epd). Die Evangelische Friedensarbeit und die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen zum Protest gegen höhere Militärausgaben auf. Am Dienstag starteten sie die Unterschriftensammlung "Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!" anlässlich des Weltfriedenstags am 1. September.

UN-Ermittler werfen Saudi-Arabien Kriegsverbrechen im Jemen vor

Genf (epd). Die UN-Kommission zu Jemen hat der Militärkoalition unter Saudi-Arabien Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Gezielte Luftangriffe auf zivile Ziele hätten viele Menschenleben gefordert, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Kommission.

Wieder Streit über Killerroboter bei UN-Konferenz in Genf

Genf (epd). Der internationale Streit über sogenannte Killerroboter geht in eine weitere Runde. Auf einer fünftägigen UN-Konferenz in Genf wollten einige Staaten wie Belgien und Österreich erneut den Start von Verbotsverhandlungen für die Roboter verlangen, wie am Montag aus Diplomatenkreisen verlautete.

Unicef verurteilt saudischen Luftangriff auf 26 Kinder im Jemen

Genf/New York (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat einen Luftangriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen scharf verurteilt. Dabei wurden nach Angaben der Organisation am Donnerstag im Westen Jemens 26 Kinder getötet.

Kämpfer für den Frieden

Tel Aviv/Beckum (epd). Mit seinen hellgrauen Haaren und dem Bart war Uri Avnery schon von Weitem unverkennbar, wenn er bei Demonstrationen vorneweg marschierte. Bis ins Alter von 94 Jahren war Israels unermüdlichster Kämpfer für den Frieden geistig und körperlich fit. In der Nacht zum Montag starb er in einem Tel Aviver Krankenhaus an den Folgen eines Gehirnschlags. 

Dr. Lul gibt nicht auf

Mogadischu (epd). Die Kinderärztin Lul Mohamud Mohamed wirkt etwas müde, als sie die Treppe in den ersten Stock des Banadir-Krankenhauses in Mogadischu hinaufsteigt. Aber die 56-Jährige ist ausdauernd wie eine Marathonläuferin. Deshalb geht sie einfach weiter, obwohl übervolle Arbeitstage und deprimierende Patientenschicksale an ihr zehren.

Mindestens 25 Tote bei Anschlag auf Schule in Kabul

Kabul (epd). Bei einem Selbstmordattentat auf eine Schule in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Mittwoch mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Mehrzahl der Opfer waren Schüler und Schülerinnen, die sich auf Aufnahmeprüfungen für Universitäten vorbereiteten, wie afghanische Medien berichteten. Mindestens 35 Menschen wurden verletzt. 

UN: 139 humanitäre Helfer 2017 getötet

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die steigende Zahl von tödlichen Attacken auf humanitäre Helfer beklagt. Im Jahr 2017 seien 139 Helfer verschiedener Organisationen getötet worden, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Dienstag in Genf mit. Im Jahr 2016 lag die Zahl der getöteten Helfer noch bei 107.