Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Jemen-Friedensgespräche in Genf vorerst gescheitert

Genf (epd). Die in Genf geplanten Konsultationen mit Huthi-Rebellen über ein Ende des Kriegs im Jemen sind gescheitert. Trotz umfangreicher Bemühungen sei es nicht gelungen, die Huthi-Delegation in die Schweiz zu holen, räumte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, am Samstag ein. Das bedeute aber kein Scheitern der Friedensbemühungen.

Jemen: Zahl der zivilen Opfer im August auf Höchststand

Berlin (epd). Im Jemen-Krieg hat die Zahl der zivilen Opfer im August einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Monat seien mindestens 918 Menschen getötet worden, darunter über 300 Kinder, berichtete die Hilfsorganisation Oxfam am Donnerstag in Berlin.

UN-Vermittler für den Jemen nimmt Konsultationen auf

Genf/Berlin (epd). In Genf haben am Donnerstag Konsultationen begonnen, die zu einem Ende des Kriegs im Jemen führen sollen. Die Gespräche fanden zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Tschadsee-Aktivisten fordern Beteiligung an Friedensbemühungen

Berlin (epd). Kirchliche und zivilgesellschaftliche Akteure aus der Konfliktregion rund um den Tschadsee fordern eine stärkere Beteiligung an den internationalen Friedensbemühungen. "Religionsführer haben die Ohren und die Herzen der Menschen", sagte der Theologe John Bakeni von der Diözese Maiduguri in Nigeria am Mittwoch in Berlin.

Staaten sagen Milliardenhilfe für Tschadsee-Region zu

Berlin (epd). Im Kampf gegen Terrorismus, Armut und Klimawandel erhält die afrikanische Tschadsee-Region Milliardenhilfen. Bei einer Geberkonferenz am Montag und Dienstag in Berlin sagten die Staaten insgesamt 2,17 Milliarden US-Dollar (knapp 1,9 Milliarden Euro) zu. Das Geld soll in den kommenden Jahren bereitgestellt werden.

Syrien: UN-Nothilfekoordinator befürchtet Katastrophe in Idlib

Berlin /Genf (epd). UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock befürchtet eine neue Gewalteskalation im Bürgerkriegsland Syrien. In der nordwestlichen Provinz Idlib drohe durch eine mögliche Schlacht eine der schlimmsten Katastrophen des 21. Jahrhunderts, warnte er am Dienstag bei einer Veranstaltung zu 50 Jahren humanitärer Hilfe im Auswärtigen Amt in Berlin. 

Bericht: Behörden des Südsudan foltern und töten Kritiker

Genf/Juba (epd). Sicherheitskräfte im Südsudan verschleppen, foltern und misshandeln mutmaßliche Oppositionelle. Dabei nähmen die Behörden auch den Tod ihrer Kritiker in Kauf, heißt es in einer Studie von Amnesty International, die die Organisation am Dienstag in Kenias Hauptstadt Nairobi vorgestellt hat.

Rotes Kreuz: USA sollen Pakt gegen Streumunition beitreten

Genf (epd). Das Rote Kreuz hat die USA, Russland und Dutzende weitere Staaten aufgefordert, der zehn Jahre alten Konvention zum Verbot von Streumunition beizutreten. Vor allem Zivilisten würden durch die heimtückische Munition verletzt und getötet, betonte der Vizepräsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Gilles Carbonnier, am Montag in Genf.

Evangelischer Friedensbeauftragter warnt vor Killerrobotern

Berlin (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms hofft auf ein internationales Verbot sogenannter Killerroboter. Wenn der Mensch beim Einsatz von Waffen ausgeschlossen werde, könne es zu einer "inhumanen Entscheidungsfolge" kommen, sagte Brahms am Freitag im Deutschlandfunk.

Saudi-Arabien weist UN-Report zum Jemen als falsch zurück

Dubai/Riad (epd). Saudi-Arabien hat einen Bericht der Vereinten Nationen zu Menschenrechtsverletzungen im Jemen-Krieg als falsch zurückgewiesen. Man prüfe rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung der UN-Menschenrechtsexperten, berichtete die Zeitung "Saudi Gazette" (Donnerstag).