Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Wer zuerst schießt, stirbt als zweites

Marburg, Potsdam (epd). Als US-Präsident Richard Nixon und der Generalsekretär der Kommunistischen Partei der UdSSR, Leonid Breschnew, am 26. Mai 1972 ihre Unterschriften unter ein Papier setzen, ist es eine doppelte Premiere. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in der sowjetischen Hauptstadt Moskau.

Pfälzische Landessynode diskutiert über Krieg und Frieden

Speyer (epd). Die Frühjahrstagung der pfälzischen Landessynode wird vom 18. bis zum 21. Mai erneut digital stattfinden. Eine Synode brauche eine monatelange Vorbereitungszeit, sagte Synodalpräsident Hermann Lorenz am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst in Speyer. Und im Winter sei nicht absehbar gewesen, wie sich die Inzidenzzahlen der Corona-Pandemie entwickeln werden.

Mali-Ausbildungseinsatz der Bundeswehr künftig mit Schwerpunkt Niger

Berlin (epd). Das Bundeskabinett hat zwei neue Mandate für die umstrittenen Bundeswehreinsätze im westafrikanischen Krisenland Mali auf den Weg gebracht. Das Gremium beschloss am Mittwoch in Berlin sowohl die Fortsetzung des UN-Blauhelmeinsatzes Minusma als auch eine weitere Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission (EUTM) bis Ende Mai 2023. Der Bundestag muss dem noch zustimmen.

"Religions for Peace" gründet europäischen Sitz in Berlin

Berlin (epd). Die Organisation „Religions for Peace“, die sich für eine Verständigung zwischen den Religionsgemeinschaften zur Beilegung von Konflikten einsetzt, hat einen europäischen Ableger gegründet. Seinen Sitz hat „Religions for Peace Europe“ in Berlin. Am Mittwoch gibt es einen feierlichen Eröffnungsakt.

Präses Latzel: Waffen allein schaffen keinen Frieden in der Ukraine

Bonn (epd). Der rheinische Präses Thorsten Latzel hat seine Zustimmung zu Waffenlieferungen für Ukraine bekräftigt. Derzeit sei durch Putin eine Form von Gewalt eines Tyrannen gegen ein anderes Land zu erleben, sagte Latzel am Sonntag in Bonn. In dieser Phase brauche es eine Form der rechtschaffenden Gewalt, die andere Gewalt eindämme.

Landessynode der Nordkirche beschließt Friedenserklärung

Lübeck-Travemünde (epd). Angesichts des Krieges in der Ukraine befasste sich die Landessynode der Nordkirche am Freitag und Sonnabend auf einer Sondersitzung mit friedensethischen Fragen. Dem Präsidium sei es wichtig gewesen zu verdeutlichen, dass „gerade unsere Kirche nicht nach dem 'Business-as-usual'-Gedanken weitermachen darf“, sagte Präses Ulrike Hillmann.

Ramelow für schwere Waffen und raschen EU-Beitritt der Ukraine

Erfurt (epd). Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) tritt für die Genehmigung von Waffenlieferungen an die ukrainische Regierung in jedem notwendigen Umfang ein. Das Völkerrecht räume einem Staat, wenn er von einem anderen Staat angegriffen werde, das Recht auf Selbstverteidigung ein, sagte Ramelow dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Erfurt.

Nordkirchen-Landessynode diskutiert Wege zum Frieden

Lübeck-Travemünde (epd). Die zweitägige Sondertagung der evangelischen Nordkirchen-Landessynode zu friedensethischen Fragen ist am Freitag in Lübeck-Travemünde gestartet. Seit Februar scheine die Welt eine andere zu sein, sagte Generalstabsoffizier Michael Strunk von der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg in seinem Impulsvortrag.

"Brot für die Welt" fordert mehr Geld für zivile Konfliktbewältigung

Emden (epd). Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“, Dagmar Pruin, hat angesichts des russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gefordert, mehr Gelder für zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung in den Bundeshaushalt einzuplanen.