Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Friedenskongress „Böse von Jugend auf“ – Realismus in der Friedensfrage?

Die neue Friedensdenkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die im November vorgestellt wurde, wird kontrovers diskutiert. Von vielen in und auch außerhalb der Kirche wird dabei der Realismus der neuen Denkschrift gelobt, ohne dass wirklich die Frage, was eigentlich Realismus sei, gestellt wird.

Kommunikationsexperte: Wort der Kirche zum Frieden verpufft

"Gegen Null" sind die Chancen der evangelischen Kirche, dass ihre neue Friedensdenkschrift bei einem breiten Publikum ankommt, sagt der Kommunikationswissenschaftler Gerhard Vowe. Diese sei ein "Monolog", ein wirklicher Austausch sei unerwünscht.

Wüst: Mehr globale Gerechtigkeit hilft bei Friedenssuche

Die neue Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche eröffnet nach Ansicht der Pfälzer Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst "Diskussionsräume": Für den richtigen Weg zum Frieden gebe es keine eindeutige Antwort.