Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Friedensaktivist erneut zu Geldstrafe verurteilt

Cochem (epd). Das Amtsgericht Cochem hat am Montag erneut eine Geldstrafe wegen der Verteilung atomwaffenkritischer Flugblätter verhängt. Der Heidelberger Friedensaktivist Hermann Theisen soll wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten 1.200 Euro zahlen. In dem Strafverfahren hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

Nordkirche fordert Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Syrien

Lübeck-Travemünde (epd). Die evangelische Nordkirche hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Beteiligung am Militäreinsatz in Syrien zu beenden. Notwendig seien Alternativen, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, heißt es in einem Beschluss der Landessynode (Kirchenparlament) am Samstag in Lübeck-Travemünde.

Gerechter Frieden kann nicht mit Waffen gewonnen werden

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (27. Februar) in Lübeck-Travemünde nach intensiver Diskussion eine Resolution zum Bundeswehreinsatz in Syrien beschlossen.

Offener Brief katholischer und evangelischer ChristInnen an muslimische Gläubige und Religionsgelehrte

Eine Gruppe von evangelischen und katholischen ChristInnen hat auf Intitiative des Arbeitskreis „Friedensauftrag und Militär" des Internationalen Versöhnungsbundes einen offenen Brief an muslimische Gläubige und Religionsgelehrte gerichtet, in dem sie ihre Scham bekennen, dass von Christinnen und Christen immer wieder Gewalt auch gegen Musliminnen und Muslime ausgegangen ist.

EAK: Friedensarbeit ist heute wichtiger denn je

Bei einer zweitägigen Vorstandsklausur hat der Vorstand der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Bonn die Weichen für die Arbeit des evangelischen Friedensverbandes für die nächsten Jahre gestellt.

"Pegida" wird radikaler und AfD-freundlicher

Dresden (epd). Anhänger der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung wenden sich zunehmend der rechtspopulistischen AfD zu. Diesen Trend verzeichnet die dritte am Lehrstuhl des Dresdner Politikwissenschaftlers Werner Patzelt angefertigte "Pegida"-Studie. In erweiterter Form soll die Untersuchung demnächst auch als Buch erscheinen.

Sachsen bangt um sein Image

Dresden (epd). Nach den erneuten ausländerfeindlichen Krawallen in Sachsen ist die Landesregierung um Schadensbegrenzung bemüht. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) brachte nach einer Sitzung seiner Ministerrunde am Dienstag in Dresden Bestürzung und Scham über die Vorfälle der vergangenen Tage in Clausnitz und Bautzen zum Ausdruck.

Entsetzen über fremdenfeindlichen Mob in Clausnitz und Bautzen hält an

Chemnitz/Berlin (epd). Nach den fremdenfeindlichen Krawallen in Sachsen haben die Behörden mit der Aufarbeitung der Vorfälle begonnen. Die Polizeidirektion Chemnitz setzte eine elfköpfige Ermittlergruppe zu den Vorfällen in Clausnitz ein. Die Bundesregierung verurteilte die fremdenfeindliche Vorfälle.

Friedensforschungsinstitut Sipri: Weltweiter Waffenhandel legt zu

Stockholm (epd). Das Geschäft mit dem weltweiten Waffenhandel wächst. Der Handel mit Rüstungsgütern nahm zwischen 2011 und 2015 um 14 Prozent zu verglichen mit dem Zeitraum von 2006 bis 2010, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Zuvor war der internationale Markt mit wenigen Ausnahmen etwa 20 Jahre lang geschrumpft.