Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Friedenskreis Pankow und AGDF laden zur Friedenswerkstatt beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Angesichts der täglichen Nachrichten von Terror und Gewalt, den Bildern von Tod und Vertreibung, Flucht und Elend, aber auch der steigenden Rüstung und einem zunehmenden Denken in Richtung militärischer Lösungen von Konflikten wollen Friedensgruppen und Friedensverbände während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin zeigen, dass auch in Taten und Worten Frieden gestiftet werden kann.

"Du unser Gott alleine"“ klingt besser als „"America First“"

Es ist eins der bekanntesten Friedenslieder, das auch bei den Friedensgebeten in Leipzig, vor den Toren des Raketenstationierungsgeländes in Hasselbach im Hunsrück oder im Gerichtssaal in Mutlangen bei den Blockadeprozessen gesungen wurde. Und das in der heutigen Sprach- und Ratlosigkeit nun wieder angestimmt werden könnte, das „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Martin Luther.

Ausstellung in Bonner Kreuzkirche zeigt Alternativen zum Krieg

Bonn (epd). "Frieden geht anders" lautet der Titel einer Ausstellung, die ab dem 14. März in der Bonner Kreuzkirche präsentiert wird. Die Schau in der Krypta der Kirche solle über Alternativen zu bewaffneten Auseinandersetzungen aufklären und zeigen, wie Kriege mit gewaltfreien Methoden verhindert oder beendet werden konnten, teilte der evangelische Kirchenkreis Bonn am Freitag mit.

Landessynode beschließt Erklärung zum Gerechten Frieden

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat nach intensiver Diskussion ein „Positionspapier zum Thema Gerechter Frieden“ verabschiedet.

Hilfswerk: UN-Liste der Schande zu Kindersoldaten ist lückenhaft

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat die sogenannte "Liste der Schande" über Staaten oder Konfliktparteien, die Kinder als Soldaten rekrutieren, als unvollständig kritisiert. Die vom UN-Generalsekretär jährlich erstellte Liste habe in den vergangenen Jahren politisch motivierte Lücken enthalten, teilte das Hilfswerk am Donnerstag in Osnabrück mit.

Helenas Gewissen

Würzburg (epd). Helena Kaiser* war 18 Jahre alt, als sie unterschrieb. Medizin wollte sie studieren, bei der Bundeswehr. Ihr Abitur war zwar gut - für einen der wenigen zivilen Studienplätze reichte ihr Notenschnitt 2009 aber nicht. Für 17 Jahre verpflichtete sich die junge Frau bei der Armee.

Friedensforscher: Weltweiter Waffenhandel wächst weiter

Stockholm/Berlin (epd). Der weltweite Handel mit Waffen wächst weiter. Das Geschäft mit Rüstungsgütern nahm von 2012 bis 2016 um 8,4 Prozent zu verglichen mit dem Fünfjahreszeitraum davor, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Insgesamt sei dies das größte Handelsvolumen seit Ende des Kalten Krieges gewesen.