Berlin (epd). Wegen des türkischen Militäreinsatzes in Nordsyrien trifft die Bundesregierung vorerst keine Entscheidung über die technische Aufrüstung von Leopard-Panzern in der Türkei. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte am Donnerstag in Berlin: Für die Bundesregierung sei klar, "dass wir nicht in Spannungsgebiete liefern dürfen und dies auch nicht tun werden".
Berlin (epd). In Deutschland sind 2017 mehr Rüstungsexporte an Länder außerhalb von Nato und EU genehmigt worden als im Jahr zuvor. Das geht aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf zwei Anfragen der Linksfraktion hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin vorliegen.
Berlin/Afrin (epd). Eigentlich ist der Olivenzweig ein internationales Friedenssymbol. Auch im Islam erfährt der Baum große Wertschätzung. Doch seit dem Wochenende ist "Olivenzweig" der Name einer türkischen Militäroperation im Nachbarland Syrien. Das Ziel: die Region Afrin, in der überwiegend Kurden leben und Angehörige von Minderheiten wie Aleviten, Jesiden und Christen.
Köln/Minden (epd). Nach Berichten über Aufrufe von Imamen in Deutschland zum Gebet für den Erfolg der türkischen Militäroffensive in Syrien hat der Islam-Verband Ditib Vorwürfe einer Einflussnahme aus der Türkei zurückgewiesen.
Göttingen (epd). Bei ihren Angriffen auf die kurdische Enklave Afrin im Norden Syriens setzt die türkische Armee nach Angaben von Menschenrechtlern auch Waffen aus Deutschland ein. Die deutsche Bundesregierung sei deshalb mitverantwortlich für den Beschuss kurdischer Dörfer, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Montag in Göttingen.
Genf (epd). Die Hilfsorganisation Care International hat zu mehr Unterstützung für die Menschen in den zehn am wenigsten beachteten Krisengebieten aufgerufen. Viele Millionen Kinder, Frauen und Männer in Nordkorea, im Kongo, Eritrea oder Peru litten an Hunger oder seien Gewalt und Naturkatastrophen ausgeliefert, teilte Care am Montag in Genf mit.
Sanaa/Genf (epd). Die UN und ihre humanitären Partnerorganisationen brauchen in diesem Jahr mehr als 2,4 Milliarden Euro, um kranken und hungernden Menschen im Jemen zu helfen. Es handele sich um den größten jemals für den Jemen erlassenen Hilfsaufruf, teilte der humanitäre Koordinator der UN in dem arabischen Land, Jamie McGoldrick, am Sonntag in der Hauptstadt Sanaa mit.
Genf/Kairo (epd). Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat die Jerusalem-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Jerusalem dürfe nicht im ausschließlichen Besitz eines Volkes und einer Religion sein, sagte der norwegische Lutheraner Tveit bei einer Konferenz am Mittwoch in Kairo.