Frankfurt a.M. (epd). Die europäischen Nato-Mitglieder brauchen nach den Worten des evangelischen Theologen Michael Haspel derzeit die Abschreckung durch Atomwaffen. Deutschland könne entsprechend nicht auf die atomare Teilhabe verzichten, sagte Haspel, der systematische Theologie an den Universitäten Erfurt und Jena lehrt, dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Israel will den Krieg im Gaza-Streifen trotz internationaler Warnungen ausweiten. Die Bundesregierung reagiert darauf mit einem Stopp aller Rüstungsexporte, die im Konfliktgebiet eingesetzt werden könnten. Dafür erntet Kanzler Merz auch Kritik.
Augsburg (epd). Frieden ist laut dem Augsburger katholischen Bischof Bertram Meier nicht gratis zu haben. „Der Friede braucht unsere aktive Mitwirkung“, sagte Meier am Freitag im ökumenischen Festgottesdienst zum 375. Jubiläum des Augsburger Hohen Friedensfestes in der evangelischen Kirche St. Anna in seiner Predigt laut Manuskript.
Bonn, Mutlangen (epd). Zum 80. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) vor neuen nuklearen Abschreckungsstrategien gewarnt.
Die Evangelische Kirche in Deutschland hält an ihrer Kritik am Apartheid-Vorwurf des Weltkirchenrates gegen Israel fest. Trotz dieser Meinungsverschiedenheit setzt die EKD-Ratsvorsitzende Fehrs auf Dialog und vertiefte Zusammenarbeit.
Essen, Berlin (epd). Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, fordert eine bessere finanzielle Ausstattung für junge Menschen, die den Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.
Nürnberg (epd). Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kritisiert den Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), seit 2022 zugewanderten Ukrainern kein Bürgergeld mehr zu zahlen.
Gegen die "Logik der Gewalt" in Palästina wendet sich ein Aufruf einer Gruppe evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Bayern. Sie könnten angesichts des Leids in Gaza nicht mehr länger schweigen, heißt es darin.
Stuttgart (epd). Der Vorstand der Offenen Kirche in Württemberg fordert die evangelische Kirche auf, sich angesichts der vielen Krisen und Kriege in der Welt „klar friedensethisch“ zu positionieren. Aufgabe der Kirche sei es, heißt es in einer Mitteilung vom Montagabend, „sich mit aller Kraft für den Frieden einzusetzen und lautstark anzumahnen, die Logik des Krieges zu durchbrechen“.