München (epd). Der Schutz jüdischen Lebens muss nach Forderung des bayerischen Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle in der Bayerischen Verfassung und im deutschen Grundgesetz verankert werden. Nach dem verheerenden Terrorangriff der radikalislamischen Hamas auf israelische Zivilisten wäre das ein wichtiges Signal, sagte Spaenle am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Rom (epd). Papst Franziskus hat in einem Videoappell dazu aufgerufen, für Frieden im Nahen Osten zu beten. „Was im Heiligen Land passiert, ist schwer. Es ist sehr schwer“, sagte der Papst auf Spanisch in dem Video, das der Vatikan am Mittwochnachmittag über die App „Click to pray“ veröffentlicht hat.
Glocken mit Hakenkreuzen, Gefallenendenkmäler mit Bibelversen: Die Evangelische Kirche der Pfalz sucht in ihrem Bereich historisch belastete Objekte - und will damit die Erinnerungskultur fördern. Die Resonanz auf eine Umfrage ist bisher verhalten.
Berlin (epd). Die Friedensbewegung ruft für Samstag zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf. Das Motto lautet „Nein zu Kriegen - Rüstungswahnsinn stoppen - Zukunft friedlich und gerecht gestalten“, wie die Veranstalter um den Co-Präsidenten des International Peace Bureau (IPB), Reiner Braun, auf ihrer Internetseite ankündigen.
Brüssel (epd). Der erste Teil der Überprüfung der deutschen Entwicklungshilfe für die palästinensischen Gebiete ist abgeschlossen. Das erklärte Entwicklungsstaatssekretär Jochen Flasbarth am Dienstag in Brüssel.
Genf (epd). Schätzungsweise mehr als 1,7 Millionen Menschen sind laut den UN innerhalb des umkämpften Gaza-Streifens auf der Flucht. Knapp 900.000 der Binnenvertriebenen seien in 154 Schulen in dem Palästinensergebiet untergekommen, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe am Montag in Genf mit.
Erstmals wird in Niedersachsen ein Gütesiegel gegen Antisemitismus an sechs Schulen verliehen. Das Evangelische Gymnasium Nordhorn gehört zu den Ausgezeichneten.
Hamburg/Bremen (epd). Vertreter der Friedensbewegung haben am Sonntag in Bremen bei der Premiere einer Dokumentation über den Wehrmachts-Deserteur Ludwig Baumann (1921-2018) die Aktualität des Films betont.
Im Krieg im Sudan haben die berüchtigten RSF-Milizen möglicherweise Hunderte Zivilisten getötet. Das Massaker soll sich in der Unruheregion Darfur ereignet haben.
Ludwig Baumann ist der wohl bekannteste Wehrmachts-Deserteur. Der Mann, der 2018 starb, setzte sich über Jahrzehnte für eine Rehabilitation der Deserteure ein. Im Kino dokumentiert ein Film nun seinen Kampf, der die Bundesrepublik verändert hat.