Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Nordkirche fordert Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Syrien

Lübeck-Travemünde (epd). Die evangelische Nordkirche hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Beteiligung am Militäreinsatz in Syrien zu beenden. Notwendig seien Alternativen, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, heißt es in einem Beschluss der Landessynode (Kirchenparlament) am Samstag in Lübeck-Travemünde.

UN: Syrien-Gespräche sollen am 7. März wieder beginnen

Genf (epd). Die Syrien-Friedensgespräche zwischen dem Assad-Regime und Oppositionellen sollen am 7. März wieder aufgenommen werden. Voraussetzung sei eine weitgehend stabile Feuerpause und der Zugang für humanitäre Helfer zu Menschen in belagerten syrischen Städten, erklärte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura am Samstagabend in Genf.

Konfliktbarometer zählt 19 Kriege weltweit

Heidelberg (epd). Weltweit 19 Kriege hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung im vergangenen Jahr gezählt. Damit blieb die Zahl auf dem Stand des Vorjahres, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Konfliktbarometer 2015 hervorgeht. Insgesamt beobachteten die Wissenschaftler mehr als 400 Konflikte in aller Welt, davon 223, die unter Gewalteinsatz ausgetragen wurden.

Bischof: UN müssen Israelis und Palästinenser zu Zwei-Staaten-Lösung zwingen

Rom (epd). Die internationale Gemeinschaft muss Israelis und Palästinenser nach Auffassung des Jerusalemer Bischofs William Shomali zu einer Friedenslösung zwingen. Die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien seien gescheitert, sagte der Weihbischof des Lateinischen Patriarchats am Donnerstagabend in Rom.

Offener Brief katholischer und evangelischer ChristInnen an muslimische Gläubige und Religionsgelehrte

Eine Gruppe von evangelischen und katholischen ChristInnen hat auf Intitiative des Arbeitskreis „Friedensauftrag und Militär" des Internationalen Versöhnungsbundes einen offenen Brief an muslimische Gläubige und Religionsgelehrte gerichtet, in dem sie ihre Scham bekennen, dass von Christinnen und Christen immer wieder Gewalt auch gegen Musliminnen und Muslime ausgegangen ist.

EAK: Friedensarbeit ist heute wichtiger denn je

Bei einer zweitägigen Vorstandsklausur hat der Vorstand der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Bonn die Weichen für die Arbeit des evangelischen Friedensverbandes für die nächsten Jahre gestellt.

UN versorgen über 100.000 Syrer in eingekesselten Städten

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben erste Erfolge bei der Versorgung eingekesselter syrischer Orte gemeldet. In den vergangenen zwei Wochen hätten rund 110.000 Männer, Frauen und Kinder dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente erhalten, erklärte UN-Sonderberater Jan Egeland am Donnerstag in Genf.

Friedensforschungsinstitut Sipri: Weltweiter Waffenhandel legt zu

Stockholm (epd). Das Geschäft mit dem weltweiten Waffenhandel wächst. Der Handel mit Rüstungsgütern nahm zwischen 2011 und 2015 um 14 Prozent zu verglichen mit dem Zeitraum von 2006 bis 2010, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Zuvor war der internationale Markt mit wenigen Ausnahmen etwa 20 Jahre lang geschrumpft.

Entsetzen über fremdenfeindlichen Mob in Clausnitz und Bautzen hält an

Chemnitz/Berlin (epd). Nach den fremdenfeindlichen Krawallen in Sachsen haben die Behörden mit der Aufarbeitung der Vorfälle begonnen. Die Polizeidirektion Chemnitz setzte eine elfköpfige Ermittlergruppe zu den Vorfällen in Clausnitz ein. Die Bundesregierung verurteilte die fremdenfeindliche Vorfälle.