Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Entwicklungsminister kritisiert ausbleibende Zahlungen für Syrien

Berlin (epd). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat an die Teilnehmer der Londoner Syrien-Geberkonferenz vom Februar appelliert, den Hilfsorganisationen die zugesicherten neun Milliarden Euro zu überweisen. "Zusagen müssen umgesetzt werden", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Weltkirchenrat fordert Regierung von Burundi zu Versöhnung auf

Genf (epd). Nach Gesprächen mit der Regierung in Burundi hat sich der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, sehr besorgt über die anhaltende Gewalt in dem afrikanischen Land geäußert. Die politisch Verantwortlichen in Burundi müssten die massiven Menschenrechtsverletzungen stoppen und der Bevölkerung Frieden und Stabilität geben, forderte Tveit am Donnerstag in Genf.

UN nehmen Syrien-Gespräche offiziell wieder auf

Genf/Frankfurt a.M. (epd). Nach mehrwöchiger Unterbrechung haben die Vereinten Nationen die Gespräche über eine politische Lösung des Syrien-Konflikts am Mittwoch formal wieder eröffnet. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, erklärte in Genf, dass er aber wohl erst am kommenden Montag mit den verfeindeten Parteien zusammentreffe werde.

DRK mahnt Zugang zu humanitärer Hilfe für syrische Bevölkerung an

Berlin (epd). Das Deutsche Rote Kreuz hat für alle Menschen in Syrien einen permanenten Zugang zu humanitärer Hilfe gefordert. Ganz besonders gelte das für Menschen in belagerten oder schwer zugänglichen Gebieten, erklärte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, am Mittwoch in Berlin.

Friedensaktivist erneut zu Geldstrafe verurteilt

Cochem (epd). Das Amtsgericht Cochem hat am Montag erneut eine Geldstrafe wegen der Verteilung atomwaffenkritischer Flugblätter verhängt. Der Heidelberger Friedensaktivist Hermann Theisen soll wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten 1.200 Euro zahlen. In dem Strafverfahren hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

UN: Tausende Menschen in Syrien vom Hungertod bedroht

Genf (epd). Die Belagerung syrischer Städte könnte nach UN-Angaben ein Massensterben auslösen. Es bestehe das Risiko, dass Tausende Menschen in den eingekesselten Orten verhungern werden, erklärte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Montag in Genf. Unterdessen begannen UN-Organisationen und ihre Partner mit der Lieferung von Hilfsgütern in belagerte Städte.

Mindestens 25 Tote bei Doppelanschlag in Afghanistan

Kabul (epd). Bei zwei Selbstmordattentaten in Afghanistan sind am Wochenende mindestens 25 Menschen getötet worden. Zwölf Menschen starben bei einem Attentat am Samstagnachmittag nahe dem Verteidigungsministerium in der afghanischen Hauptstadt Kabul, wie afghanische Medien berichteten.

AGDF: Flucht und Frieden wieder gemeinsam denken

Die aktuelle Flüchtlingssituation stand im Mittelpunkt einer zweitägigen Klausursitzung des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Kassel. Dabei kritisierte die AGDF, dass in der derzeitigen zugespitzten Stimmung in Deutschland die Themen Frieden und Flucht nur noch selten zusammen gedacht werden.

Steinmeier sieht Chance für Atempause in Syrien

Berlin (epd). Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht die Entwicklung im kriegsgeplagten Syrien nach Beginn der Waffenruhe vorsichtig optimistisch. "Nicht überall wurde die vereinbarte Waffenruhe sofort und hundertprozentig eingehalten", sagte Steinmeier der "Welt am Sonntag".

Gerechter Frieden kann nicht mit Waffen gewonnen werden

Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (27. Februar) in Lübeck-Travemünde nach intensiver Diskussion eine Resolution zum Bundeswehreinsatz in Syrien beschlossen.