Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

"Widerlich und abscheulich"

Chemnitz/Dresden (epd). "Da läuft etwas sehr verkehrt in Sachsen": Nach neuer Hetze gegen Flüchtlinge in Sachsen brachte die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), am Sonntag auf den Punkt, was viele Politiker in Bund und Ländern empfanden.

"Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen"

"Die Gesamtbilanz dieses zweiten Jahres der christlich-sozialen Regierungskoalition zeigt keinesfalls die vor der Bundestagswahl versprochene und von uns allen erhoffte Trendwende", sagt Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne ‚Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!‘ und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

Brandanschlag und fremdenfeindliche Proteste

Chemnitz/Görlitz (epd). Sächsische Landespolitiker haben die anhaltenden Attacken gegen Flüchtlingsheime im Freistaat scharf verurteilt. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) bezeichnete es als "zutiefst beschämend, wie hier mit Menschen umgegangen wird".

Rüstungsexporte stark gestiegen

Berlin (epd). Im vergangenen Jahr sind so viele Ausfuhrgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter erteilt worden wie seit Jahren nicht. Dennoch ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Kurswechsel zu einer restriktiveren Rüstungspolitik eingeleitet worden.

UN pochen auf Hilfslieferungen für hungernde Syrer

Genf/Damaskus (epd). Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura hat in Damaskus von der syrischen Regierung ungehinderten Zugang zu den Hungernden in den belagerten Städten des Landes eingefordert. De Mistura habe von Außenminister Walid al-Muallim ein schnelles Ja für die Lieferung von Hilfsgütern verlangt, teilte UN-Sprecher Ahmad Fawzi am Dienstag in Genf mit.

Unicef entsetzt über Angriffe auf syrische Kliniken

New York/Genf (epd). Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat die jüngsten Angriffe auf Kliniken und Schulen in Syrien scharf verurteilt. "Wir sind entsetzt über die Angriffe auf vier Krankenhäuser in Syrien, von denen zwei von Unicef unterstützt werden", erklärte Unicef-Exekutivdirektor Anthony Lake am Montagabend (Ortszeit) in New York.

Über 20 Tote bei Angriffen auf syrische Krankenhäuser

Berlin (epd). Bei Angriffen auf zwei Krankenhäuser sind am Montag in Syrien mindestens 21 Menschen getötet worden. Nach Berichten des arabischen Senders Al-Dschasira kamen in der nördlichen Stadt Azaz bei Luftangriffen auf eine Klinik mindestens 14 Menschen ums Leben, etwa 30 weitere wurden verletzt.

Afghanistan-Konflikt kostet immer mehr Zivilisten das Leben

Neu-Delhi/Kabul (epd). Die Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Wie die Vereinten Nationen am Sonntag in Kabul mitteilten, starben 2015 mehr als 3.500 Zivilisten bei Anschlägen und Gefechten zwischen den aufständischen Taliban und Regierungstruppen. Knapp 7.500 Zivilisten wurden verletzt.

Russland erklärt Partnerorganisation von Brot für die Welt zum „ausländischen Agenten“

Berlin. Die russische Frauenrechtsorganisation EGIDA wurde in die Liste der „ausländischen Agenten“ beim russischen Justizministerium eingetragen. Damit wird die Partnerorganisation, die sich in St. Petersburg auch für Mütter mit behinderten Kindern einsetzt, nach Ansicht von Brot für die Welt stigmatisiert. Sie ist in ihrer Arbeit stark eingeschränkt, außerdem droht eine Geldstrafe.