Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Kirchlicher Friedensbeauftragter Brahms: Waffenstillstand intensivst nutzen

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms hat dazu aufgefordert, den Waffenstillstand in Syrien "intensivst zu nutzen", um den Menschen dort zu helfen. Die Vereinbarung sei zwar brüchig, die Hilfe dürfe aber nicht an fehlendem Geld scheitern, mahnte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Vorsichtiger Optimismus bei Syrien-Gesprächen

Genf (epd). Die Ankündigung des russischen Teilabzugs aus Syrien hat bei den Vereinten Nationen vorsichtigen Optimismus ausgelöst. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, lobte am Dienstag in Genf die Rückführung der Streitkräfte nach Russland als eine wichtige Entwicklung. Auch der UN-Sicherheitsrat hatte die Bekanntmachung von Präsident Wladimir Putin gutgeheißen. 

UN starten neue Runde der Syrien-Gespräche

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben am Montag die unterbrochenen Gespräche zur Beilegung des Syrien-Krieges neu gestartet. Der Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, traf sich am UN-Sitz in Genf zunächst zu Beratungen mit der Delegation des Regimes von Baschar al-Assad.

Unicef Bericht: Jedes dritte syrische Kind im Krieg geboren

Köln (epd). Jedes dritte syrische Kind kennt nach Schätzungen von Unicef nur Krieg und Flüchtlingsleben. Etwa 3,7 Millionen Mädchen und Jungen seien seit Beginn des Konflikts vor fünf Jahren geboren, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Das sei ein Drittel aller syrischer Kinder.

Hilfsorganisationen bilanzieren "Rekordjahr des Leidens" für Syrien

Berlin/Bonn (epd). Für die Menschen in Syrien hat sich die Situation im vergangenen Jahr nach Ansicht von Hilfsorganisationen dramatisch verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht "Fuelling the Fire", den eine internationale Allianz von 30 Hilfsorganisationen, darunter Oxfam, Care und "Save the Children", am Freitag veröffentlichte.

Entwicklungsminister kritisiert ausbleibende Zahlungen für Syrien

Berlin (epd). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat an die Teilnehmer der Londoner Syrien-Geberkonferenz vom Februar appelliert, den Hilfsorganisationen die zugesicherten neun Milliarden Euro zu überweisen. "Zusagen müssen umgesetzt werden", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Weltkirchenrat fordert Regierung von Burundi zu Versöhnung auf

Genf (epd). Nach Gesprächen mit der Regierung in Burundi hat sich der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, sehr besorgt über die anhaltende Gewalt in dem afrikanischen Land geäußert. Die politisch Verantwortlichen in Burundi müssten die massiven Menschenrechtsverletzungen stoppen und der Bevölkerung Frieden und Stabilität geben, forderte Tveit am Donnerstag in Genf.

UN nehmen Syrien-Gespräche offiziell wieder auf

Genf/Frankfurt a.M. (epd). Nach mehrwöchiger Unterbrechung haben die Vereinten Nationen die Gespräche über eine politische Lösung des Syrien-Konflikts am Mittwoch formal wieder eröffnet. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, erklärte in Genf, dass er aber wohl erst am kommenden Montag mit den verfeindeten Parteien zusammentreffe werde.

DRK mahnt Zugang zu humanitärer Hilfe für syrische Bevölkerung an

Berlin (epd). Das Deutsche Rote Kreuz hat für alle Menschen in Syrien einen permanenten Zugang zu humanitärer Hilfe gefordert. Ganz besonders gelte das für Menschen in belagerten oder schwer zugänglichen Gebieten, erklärte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters, am Mittwoch in Berlin.

Friedensaktivist erneut zu Geldstrafe verurteilt

Cochem (epd). Das Amtsgericht Cochem hat am Montag erneut eine Geldstrafe wegen der Verteilung atomwaffenkritischer Flugblätter verhängt. Der Heidelberger Friedensaktivist Hermann Theisen soll wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten 1.200 Euro zahlen. In dem Strafverfahren hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.