Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Regierung und Farc-Rebellen einigen sich auf neuen Friedensvertrag

São Paulo (epd). In Kolumbien haben sich Regierung und Farc-Guerilla sechs Wochen nach dem gescheiterten Referendum auf einen neuen Friedensvertrag geeinigt. Der Text enthalte Änderungen und berücksichtige Vorschläge verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, teilten beide Seiten am Samstagabend (Ortszeit) in Havanna der Zeitung "El Tiempo" zufolge mit. 

Bundestag verlängert Bundeswehrbeteiligung an Anti-IS-Koalition

Berlin (epd). Deutschland engagiert sich weiter im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak und in Syrien. Der Bundestag stimmte am Donnerstag in Berlin der Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes im Rahmen der internationalen Anti-Terror-Koalition zu.

Experten warnen vor Aufschwung für Populisten nach Trump-Sieg

Bielefeld/Düsseldorf (epd). Der Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl gibt nach Einschätzung von Experten Rechtspopulisten in Europa Rückenwind. Parteien wie die AfD erlebten den Wahlsieg Trumps als Motivationsspritze, sagte der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Friedensinstitut BICC: Thema Flucht war 2015/16 Schwerpunkt

Bonn (epd). Das Bonner Friedens- und Konfliktforschungsinstituts BICC hat sich im vergangenen Jahr schwerpunktmäßig mit dem Thema Flucht befasst. Im Fokus standen Themen wie Fluchtursachen sowie Integration und Rückwanderung von Flüchtlingen, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht 2015/16 des Internationalen Konversionszentrums Bonn (BICC) hervorgeht.

Friedensforum fordert Ende des Bundeswehrmandats für Syrien

Bremen (epd). Das Bremer Friedensforum hat die sechs bremischen Bundestagsabgeordneten in einem Brief aufgefordert, am kommenden Donnerstag gegen die Verlängerung und Erweiterung des Bundeswehrmandats für Syrien zu stimmen. Das Ende des Mandats sei notwendig, um Raum für zivile Lösungen zu schaffen, sagte der Sprecher des Forums, Ekkehard Lentz, am Sonntag.

Bedford-Strohm: Sprachlosigkeit in Nahost deprimierend

Genf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat die Sprachlosigkeit zwischen Israelis und Palästinensern kritisiert. Es sei unglaublich und deprimierend, dass die beiden Konfliktparteien nicht miteinander kommunizieren, sagte Bedford-Strohm laut einer Mitteilung des Weltkirchenrates vom Freitag in Genf. 

Kabinett verlängert Bundeswehr-Einsätze in Sudan und Südsudan

Berlin (epd). Die Bundeswehr soll sich auch weiterhin an den UN-Missionen im Südsudan und im sudanesischen Darfur beteiligen. Das Bundeskabinett stimmte einer Verlängerung der Mandate am Mittwoch zu. Der Einsatz soll bis Ende 2017 dauern. An den UN-Missionen können jeweils bis zu 50 Soldaten beteiligt werden.

Erzbischof Woelki würdigt Einsatz von Zivilisten für Frieden

Köln (epd). Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat mehr Anerkennung für die zahlreichen Zivilisten gefordert, die sich in Krisengebieten gegen Krieg und Ungerechtigkeiten einsetzen. Überall auf der Welt gebe es Menschen, die sich nicht mit der grausamen Realität abfinden wollten, sagte Woelki am Sonntag im Domradio.

UN wollen Verhandlungen zum Verbot von Atomwaffen

New York / Genf (epd). Die Vereinten Nationen (UN) wollen im nächsten Jahr mit Verhandlungen über das Verbot von Atomwaffen beginnen. Eine große Mehrheit der UN-Mitglieder sprach sich am Donnerstag in New York (Ortszeit) im Ersten Ausschuss der Vollversammlung für eine Konferenz aus, die eine Ächtung und Abschaffung der Atomwaffen zum Ziel hat.