Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN-Chef verurteilt neue Gewalt in Zentralafrikanischer Republik

Genf/Bangui (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die jüngste Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik verurteilt. Bei einem Anschlag von Milizen auf eine Basis der UN-Mission im Südwesten des Landes war am Freitag ein tansanischer Blauhelm-Soldat getötet worden.

Studie: Militärausgaben in Afrika unvollständig öffentlich

Stockholm (epd). In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara ist die Transparenz bei der Veröffentlichung ihrer Militärausgaben laut einer Studie größer als bislang angenommen. Allerdings gebe es große Unterschiede zwischen den Ländern, erklärte das in Stockholm ansässige Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag.

UN und Rotes Kreuz verlangen Ende der Gewalt im Jemen

Genf (epd). Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz haben von den Kriegsparteien im Jemen eine Einstellung der Kämpfe gefordert. Das immense Leiden der Zivilisten in dem arabischen Land müsse beendet werden, verlangte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf. Die humanitäre Lage der Menschen sei katastrophal.

Deutschland übernimmt in Mali Kommando über EU-Ausbildungsmission

Berlin (epd). Die Bundeswehr hat im westafrikanischen Mali das Kommando über die EU-Ausbildungsmission (EUTM) für die kommenden acht Monate übernommen. Bis zu 350 deutsche Soldaten bilden in dem Krisenland malische Streitkräfte aus, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin sagte.

Haushälter stellen mehr Geld für humanitäre Hilfe bereit

Berlin (epd). Die große Koalition stellt für humanitäre Hilfe und Krisenprävention im kommenden Jahr fast zwei Milliarden Euro bereit. Das erklärte am Donnerstag der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion Eckhardt Rehberg (CDU) anlässlich der Beratungen über den Etat des Außenministeriums in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag.

Offensive im Jemen-Krieg bedroht Tausende Zivilisten

Frankfurt a.M./Genf (epd). Hilfsorganisationen schlagen wegen heftiger Kämpfe um die Hafenstadt Hodeidah im Jemen Alarm. Huthi-Rebellen hätten auf einem Krankenhaus Stellung bezogen und brächten damit Patienten und medizinisches Personal in höchste Gefahr, beklagte Amnesty International am Donnerstag. Die militärische Nutzung des Hospitals verstoße gegen internationales humanitäres Recht.

Stoltenberg: Unberechenbarkeit in Politik gefährdet Frieden

Osnabrück (epd). Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht eine Unberechenbarkeit der internationalen Politik als größte Gefahr für den Frieden. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte Stoltenberg: "Heute ist das größte Risiko die Unvorhersehbarkeit. Anders als im Kalten Krieg können wir uns heute nicht mehr auf eine klare Bedrohung konzentrieren."

Lippische Landeskirche befasst sich neu mit dem Thema Frieden

Die Diskussion über Auslandseinsätze der Bundeswehr nimmt die Lippische Landeskirche mit zwei Veranstaltungen neu auf. Am Dienstag, 13. November, referiert Ulrich Frey von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden über das Thema „Militärische Gewalt überwinden – Auslandseinsätze und der christliche Glaube“. Beginn ist um 20 Uhr im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde St.

Ärzte-Initiative IPPNW warnt vor Gefahr eines Atomkriegs

Landsberg am Lech (epd). Die ärztliche Friedensinitiative IPPNW warnt vor den Gefahren eines Atomkriegs. Mit der Aufkündigung des INF-Vertrages drohe "eine neue atomare Rüstungsspirale wie zu Zeiten des Kalten Krieges.

ICAN-Vorstand: Kündigung des INF-Vertrags ist keine Lösung

Baden-Baden/Berlin (epd). Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN hält es für wahrscheinlich, dass sowohl Russland als auch die USA den INF-Vertrag über Mittelstreckenraketen verletzen. Trotzdem könne die Lösung nicht sein, das Abkommen zu kündigen, sagte ICAN-Vorstandsmitglied Martin Hinrichs (Berlin) am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden.