Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Kolumbianische ELN-Guerilla bekennt sich zu Anschlag mit 21 Toten

Berlin/Bogotá (epd). Die linksgerichtete ELN-Guerilla hat sich zu dem tödlichen Bombenanschlag auf eine Polizeischule in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá bekannt. In einer im Internet verbreiteten Nachricht sprach die Rebellengruppe von einem Akt der "legitimen Verteidigung", wie das Magazin "Semana" am Sonntagabend (Ortszeit) online berichtete. 

Rückschlag für Friedensprozess in Kolumbien

Berlin/Bogotá (epd). Die Hoffnung auf dauerhaften Frieden in Kolumbien hat einen herben Rückschlag erlitten: Nach dem Bombenanschlag in der Hauptstadt Bogotá erklärte Präsident Iván Duque die Friedensgespräche mit der linksgerichteten Guerilla ELN offiziell für beendet.

Ex-Präsident der Elfenbeinküste bleibt in Den Haag in U-Haft

Den Haag (epd). Der frühere Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, bleibt nach seinem Freispruch bis auf weiteres im Gefängnis in Den Haag. Seine Freilassung werde aufgeschoben, bis über einen Eilantrag der Anklage entschieden sei, teilte der Internationale Strafgerichtshof am Freitag  mit.

Rüstungsexporte gehen deutlich zurück

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Rüstungsexporte genehmigt als ein Jahr zuvor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Demnach wurden im Jahr 2018 Rüstungsexporte im Wert von rund 4,8 Milliarden Euro gebilligt.

Anklage gegen Ex-Präsidenten der Elfenbeinküste fallengelassen

Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof lässt das Verfahren gegen den früheren Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, fallen. Die Richter in Den Haag entschieden am Dienstag, dass die Beweise für eine Fortsetzung des Prozesses nicht ausreichten. Der 73-Jährige wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Gewalt nach den Wahlen 2010 angeklagt.

Kongos Wahlverlierer Fayulu will vor Gericht ziehen

Genf/Kinshasa (epd). Im Kongo dauert der Streit um das Ergebnis der Präsidentenwahl an. Der laut der Wahlkommission unterlegene Kandidat Martin Fayulu will das Wahlergebnis vor dem Verfassungsgericht anfechten.

UN: Heftige Gefechte in Ostsyrien

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben sich tief besorgt über neue Kämpfe im Raum Hadschin im Osten Syriens geäußert. Immer mehr Zivilisten, darunter Kinder und Frauen, fielen der Gewalt zum Opfer, erklärte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Tausende Menschen seien auf der Flucht. Genaue Angaben über Tote und Verletzte konnte der Sprecher nicht machen.

Deutschland übernimmt befristeten Sitz in UN-Sicherheitsrat

New York/Osnabrück (epd). Deutschland wird ab Dienstag für zwei Jahre einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einnehmen. Damit werde die Bundesrepublik zum sechsten Mal in dieser Rolle eine wichtige Verantwortung für Frieden und Sicherheit in der Welt spielen, teilte die Ständige Vertretung Deutschlands bei den UN in New York mit.