Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Bedford-Strohm kritisiert Rüstungsexporte

Frankfurt a.M. (epd). Spitzenvertreter der evangelischen Kirche haben einen stärkeren Einsatz für Frieden gefordert. In seiner am Freitag verbreiteten Botschaft zum Jahreswechsel kritisierte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die deutsche Rüstungsexport-Politik. „Am Reden vom Frieden fehlt es nicht.

EKD-Friedensbeauftragter hofft auf deutsche Stimme im Sicherheitsrat

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms erhofft sich von Deutschland eine starke Stimme für den Wert multilateraler Abkommen, wenn die Bundesrepublik ab Januar für zwei Jahre im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vertreten ist. Weltweite Kooperationen und Vereinbarungen seien eine wichtige Grundlage der Verständigung, sagte Brahms dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bischof Meister: Europa ist die Lösung und nicht das Problem

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister ruft die Kirchen angesichts der Wahlen zum EU-Parlament im Mai zu einem aktiven Wahlkampf auf. "Wir brauchen neben den üblichen Wahlaufrufen der Bischöfe ein breites Spektrum von Initiativen, ohne dabei parteipolitisch zu werden", sagte der evangelische Theologe im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Unicef beklagt extreme Gewalt gegen Kinder in Kriegen und Konflikten

Köln (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat 2018 als ein "grausames Jahr" für Millionen Kinder bezeichnet. In Konfliktgebieten rund um die Welt hätten Mädchen und Jungen "ein extremes Ausmaß an Gewalt" erlitten, erklärte der Leiter der Nothilfe-Programme von Unicef, Manuel Fontaine, am Freitag in Köln. "Und die Weltgemeinschaft hat dabei versagt, sie zu schützen." 

Trump kündigt Truppenabzug in Afghanistan an

Dubai/Kabul (epd). US-Präsident Donald Trump plant einen Teilabzug der Truppen aus Afghanistan. Nach Berichten von US-Medien sollen im Frühjahr 2019 nur noch etwa 7.000 US-Soldaten am Hindukusch verbleiben. Die Entscheidung während laufender Friedensverhandlungen mit den Taliban kommt für die Regierung in Kabul, aber auch für die Nato unerwartet.

Geldmangel gefährdet UN-Hilfe in Zentralafrika

Genf (epd). Geldmangel gefährdet nach Angaben der Vereinten Nationen die humanitäre Hilfe für Zehntausende notleidende Menschen in der Zentralafrikanischen Republik. Der humanitäre Luftdienst der UN stehe kurz vor Zahlungsunfähigkeit und könne keine Helfer und Güter mehr in entlegene Gebiete des Konfliktlandes fliegen, warnte das Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag in Genf.

Kirchen machen Regierung mitverantwortlich für Jemen-Katastrophe

Berlin (epd). Die beiden großen Kirchen haben die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und eine Kehrtwende gefordert. Die Regierung sei mitverantwortlich für die humanitäre Katastrophe im Jemen, erklärten die Kirchenvertreter am Montag in Berlin bei der Vorstellung des diesjährigen Rüstungsexportberichts der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE).

Linke kritisieren Waffenexporte an Litauen

Hannover (epd). Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sevim Dagdelen, hat deutsche Waffenlieferungen an den Nato-Staat Litauen kritisiert. "Die Aufrüstung von unmittelbaren Nachbarn Russlands seit Ende des Kalten Krieges durch die Bundesregierung ist absolut unverantwortlich", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag).

EKD-Friedensbeauftragter besorgt über drohende Entwicklungen der EU hin zur Militärmacht

Besorgt hat sich der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Pastor Renke Brahms (Bremen), über die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen der Europäischen Union gezeigt. Anlass sind die Beratungen zum Europäischen Verteidigungsfonds im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU im Europäischen Parlament in dieser Woche.