Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Kurschus besorgt über zunehmende Abschottung in Europa

Bielefeld/Köln (epd). Die westfälische Präses Annette Kurschus hat sich besorgt über zunehmende Abgrenzung und Abschottung in Europa geäußert. Europa werde immer mehr zur Festung, allerorten gewinne nationaler Egoismus an Boden, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Donnerstag im WDR-Radio. Schlagbäume und Stacheldrahtzäune würden errichtet.

Ein Urteil zu sexueller Gewalt in Ruanda schrieb Rechtsgeschichte

Den Haag (epd). Die grauenhaften Taten von Jean-Paul Akayesu führten zu einem wegweisenden Richterspruch: Der frühere Bürgermeister der ruandischen Stadt Taba ist der erste Mann, der jemals wegen des Einsatzes von Vergewaltigung als Kriegswaffe verurteilt wurde.

UN-Beauftragte: Sexuelle Gewalt im Krieg bleibt meist ungesühnt

Frankfurt a.M./New York (epd). Vor zehn Jahren wurde erstmals eine UN-Beauftragte zu sexueller Gewalt in Konflikten eingesetzt. Die derzeitige Amtsinhaberin, die Frauenrechtlerin Pramila Patten (60) aus Mauritius, sieht seitdem deutliche Fortschritte, aber auch Lücken, vor allem in der Verfolgung von Straftätern.

Tausende fliehen vor Kämpfen um Tripolis

Frankfurt a.M./New York (epd). Wegen der heftigen Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis fordern Hilfswerke die Evakuierung von Flüchtlingen und Migranten aus dem Land. Besonders gefährdet seien 3.000 Migranten, die willkürlich in Lagern nahe der Kampfzone festgehalten würden, warnte "Ärzte ohne Grenzen" am Donnerstag in Berlin.

Missio ruft zu Ostern zu mehr Friedensarbeit in der Welt auf

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Missio hat zu Ostern zu verstärkten politischen und zivilgesellschaftlichen Versöhnungsbemühungen in der Welt aufgerufen. "Eine der wichtigsten Osterbotschaften ist es, dass Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben", sagte Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer am Donnerstag in Aachen.

Unklarheit über Lage im Sudan

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht nach dem Militärputsch weiter Unklarheit über die Pläne der neuen Machthaber. Der gestürzte Ex-Präsident Omar al-Baschir ist Medienberichten zufolge am Mittwoch in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt worden. An der Spitze des militärischen Übergangsrats wurden unterdessen mehrere Funktionäre ausgetauscht.

UN: Mehr als 170 Tote und Hunderte Verletzte in Libyen

Genf (epd). Bei den schweren Kämpfen rund um die libysche Hauptstadt Tripolis werden nach Angaben der Vereinten Nationen immer mehr Menschen getötet und verletzt. Es seien bereits 174 Tote zu beklagen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in Genf mit. Unter den Toten seien 14 Zivilisten. Den Angaben nach wurden 756 Menschen verletzt.

Sudan: Militärjunta wird Ex-Herrscher Al-Baschir nicht ausliefern

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Im Sudan herrscht ein Tag nach dem Militärputsch weiter Unsicherheit. Die Organisatoren der bisherigen Proteste riefen zu weiteren Demonstrationen auf. Ein Sprecher der Militärjunta erklärte derweil am Freitag, der militärische Übergangsrat werde so lange an der Macht bleiben, bis sich eine Regierung gebildet habe.