Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Europa: In Frieden investieren

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Heiner Montanus, fordert die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Europaparlament zum klaren Bekenntnis gegen Rüstungsausgaben auf.

Zahl der Binnenflüchtlinge weltweit auf höchstem Stand

Genf (epd). Rund 41 Millionen Menschen waren Ende 2018 vor Gewalt und Konflikten im eigenen Land auf der Flucht. Dies geht aus dem Jahresbericht des Beobachtungszentrums für interne Vertreibung und des Norwegischen Flüchtlingsrates hervor. Die Zahl der Binnenflüchtlinge sei damit auf einen historischen Höchststand gestiegen, heißt es in der am Freitag in Genf veröffentlichten Studie.

Predigen gegen den Hass

Agadez (epd). Der Prediger Liman Ahar Fidjaji sitzt in seinem Büro auf dem Besuchersofa, das wie sein Schreibtisch voller Papiere ist: Schriftwechsel, religiöse Abhandlungen und bürokratische Vorgänge.

Ist Ramadan nicht der Monat des Friedens?

Berlin (epd). Im Fastenmonat Ramadan sollen sich Muslime von ihrer besten Seite zeigen. Doch was bedeutet das für Kampfhandlungen in den Kriegen in Afghanistan, dem Jemen, in Libyen oder Syrien? Am Montag hat der Ramadan begonnen, doch es sieht nicht nach einer Waffenruhe aus.

EKHN-Synode einigt sich nicht auf Friedens-Stellungnahme

Frankfurt a.M. (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat nach kontroverser Diskussion die Verabschiedung einer "friedensethischen Stellungnahme" auf die nächste Synodentagung im Herbst verschoben. Die Stellungnahme sollte die Kirchengemeinden auffordern, sich mit dem Thema Frieden umfassend auseinanderzusetzen.

Bundestag verlängert Mali-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundestag hat den Einsatz deutscher Soldaten im westafrikanischen Krisenland Mali um ein Jahr verlängert. Am Donnerstag stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten bei einer namentlichen Abstimmung für eine weitere Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission Minusma. Bis zu 1.100 Bundeswehrsoldaten können dem Mandat zufolge eingesetzt werden.

Friedensorganisation IPPNW will Verbot von Mittelstreckenraketen

Stuttgart (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Deutschland nach dem Aussetzen des INF-Vertrages dauerhaft auszuschließen. Zudem solle sich die Regierung innerhalb der EU für ein neues Abkommen zwischen Russland, den USA sowie den Mitgliedern von EU und Nato einsetzen.

Machtkampf ohne Ende in Venezuela

Berlin/Caracas (epd). In Venezuela ruft die Opposition weiter zum Sturz des autoritär regierenden Präsidenten Nicólas Maduro auf. Oppositionsführer Leopoldo López forderte alle Militärs zur Rebellion auf. "Diese Diktatur wird enden", sagte er laut der spanischen Tageszeitung "El País" (Freitag).