Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Ist Ramadan nicht der Monat des Friedens?

Berlin (epd). Im Fastenmonat Ramadan sollen sich Muslime von ihrer besten Seite zeigen. Doch was bedeutet das für Kampfhandlungen in den Kriegen in Afghanistan, dem Jemen, in Libyen oder Syrien? Am Montag hat der Ramadan begonnen, doch es sieht nicht nach einer Waffenruhe aus.

Bundestag verlängert Mali-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundestag hat den Einsatz deutscher Soldaten im westafrikanischen Krisenland Mali um ein Jahr verlängert. Am Donnerstag stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten bei einer namentlichen Abstimmung für eine weitere Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission Minusma. Bis zu 1.100 Bundeswehrsoldaten können dem Mandat zufolge eingesetzt werden.

EKHN-Synode einigt sich nicht auf Friedens-Stellungnahme

Frankfurt a.M. (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat nach kontroverser Diskussion die Verabschiedung einer "friedensethischen Stellungnahme" auf die nächste Synodentagung im Herbst verschoben. Die Stellungnahme sollte die Kirchengemeinden auffordern, sich mit dem Thema Frieden umfassend auseinanderzusetzen.

Friedensorganisation IPPNW will Verbot von Mittelstreckenraketen

Stuttgart (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, die Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Deutschland nach dem Aussetzen des INF-Vertrages dauerhaft auszuschließen. Zudem solle sich die Regierung innerhalb der EU für ein neues Abkommen zwischen Russland, den USA sowie den Mitgliedern von EU und Nato einsetzen.

Machtkampf ohne Ende in Venezuela

Berlin/Caracas (epd). In Venezuela ruft die Opposition weiter zum Sturz des autoritär regierenden Präsidenten Nicólas Maduro auf. Oppositionsführer Leopoldo López forderte alle Militärs zur Rebellion auf. "Diese Diktatur wird enden", sagte er laut der spanischen Tageszeitung "El País" (Freitag).

Zahl der Toten bei den Protesten in Venezuela gestiegen

Berlin/Caracas (epd). Bei den jüngsten gewaltsamen Protesten gegen die Regierung in Venezuela hat es mindestens vier Tote gegeben. Ein 14- und ein 16-Jähriger erlagen ihren Schussverletzungen, wie die Menschenrechtsorganisation OVCS (Observatorio Venezolano Conflictividad Social) am Donnerstag auf Twitter mitteilte.

Opposition kämpft um die Macht in Venezuela

Berlin/Caracas (epd). In Venezuela hat die Opposition zum endgültigen Sturz von Präsident Nicolás Maduro aufgerufen. Die Entmachtung Maduros sei nicht mehr aufzuhalten, schrieb der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó am Dienstag via Kurznachrichtendienst Twitter. Volk und Streitkräfte seien vereint.

Höchststand bei globalen Rüstungsausgaben sorgt für Kritik

Berlin/Stockholm (epd). Für Waffen und Kriegsgerät ist 2018 weltweit so viel Geld ausgegeben worden wie zuletzt vor 30 Jahren - und das sorgt für heftige Kritik. In Deutschland forderten Linke und Grüne sowie das Hilfswerk "Brot für die Welt" am Montag ein Umdenken und mehr Investitionen in Klimaschutz und Krisenbewältigung.

Vom Frieden immer weiter entfernt

Bamako (epd). Kaum eine Woche vergeht, ohne dass aus dem westafrikanischen Mali ein Anschlag auf malische Militärs oder auf UN-Soldaten gemeldet wird - oder ein Massaker an Zivilisten. Dabei haben die Vereinten Nationen seit Sommer 2013 im Rahmen der Mission Minusma Friedenstruppen unter deutscher Beteiligung in Mali stationiert. Inzwischen sind es bis zu 13.000 Soldaten und 1.700 Polizisten.