Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Flüchtlingskrise: Weltkirchenrat verurteilt Rassismus in Europa

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat ein alarmierendes Anwachsen der "fremdenfeindlichen Hysterie und Gewalt" gegen Flüchtlinge und Migranten in Europa verurteilt. Rechtsextreme Kräfte breiteten sich in Europa immer weiter aus, warnte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf zum Welttag gegen Rassismus am Montag.

Kirchlicher Friedensbeauftragter Brahms: Waffenstillstand intensivst nutzen

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms hat dazu aufgefordert, den Waffenstillstand in Syrien "intensivst zu nutzen", um den Menschen dort zu helfen. Die Vereinbarung sei zwar brüchig, die Hilfe dürfe aber nicht an fehlendem Geld scheitern, mahnte der Beauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Über 1.000 Menschen protestieren in Berlin gegen Fremdenhass und Intoleranz

Berlin (epd). Mehr als 1.000 Menschen haben am Samstag für ein weltoffenes und tolerantes Berlin und gegen eine zeitgleiche Kundgebung von Rechtspopulisten und Neonazis demonstriert. Zu der Gegenkundgebung hatte ein breites Bündnis aus demokratischen Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und von Wohlfahrtsverbänden aufgerufen.

Weltkirchenrat fordert Regierung von Burundi zu Versöhnung auf

Genf (epd). Nach Gesprächen mit der Regierung in Burundi hat sich der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, sehr besorgt über die anhaltende Gewalt in dem afrikanischen Land geäußert. Die politisch Verantwortlichen in Burundi müssten die massiven Menschenrechtsverletzungen stoppen und der Bevölkerung Frieden und Stabilität geben, forderte Tveit am Donnerstag in Genf.

Katholischer Pfarrer verlässt nach Morddrohungen Zorneding

Zorneding (epd). Der aus dem Kongo stammende katholische Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende (66) hat genug: Nachdem er monatelang Morddrohungen erhalten hatte und rassistisch beschimpft worden war, gab er nun sein Amt auf. Im Gottesdienst am Sonntag kündigte er an, die Gemeinde Zorneding bei München nach vier Jahren verlassen zu wollen.

Käßmann ruft zum Einsatz für den Frieden auf

Hannover (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat dazu aufgerufen, sich stärker für den Frieden einzusetzen. "Wir können das Leid unserer Tage nicht bequem auf andere abwälzen", sagte die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 am Sonntag in einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche von Hannover.

Evangelische Kirchliche Friedensarbeit tagt in Hamburg

Hamburg/Berlin (epd). Die Evangelische Kirchliche Friedensarbeit trifft sich von diesem Montag an bis zum 11. März zu ihrer 61. Gesamtkonferenz in Hamburg. Es ist die bundesweit größte Tagung der evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr, wie ihre Zentrale am Sonntag in Berlin mitteilte.

Sanitätsoffizier-Anwärter darf Kriegsdienst verweigern

Mainz (epd). Ein Sanitätsoffizier-Anwärter der Bundeswehr aus Rheinland-Pfalz hat gerichtlich seine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer durchgesetzt. Das Mainzer Verwaltungsgericht gab am Freitag einer Klage des Leutnants statt, dessen Antrag zunächst abgelehnt worden war. (AZ: 4 K 136/15.MZ)

Friedensaktivist erneut zu Geldstrafe verurteilt

Cochem (epd). Das Amtsgericht Cochem hat am Montag erneut eine Geldstrafe wegen der Verteilung atomwaffenkritischer Flugblätter verhängt. Der Heidelberger Friedensaktivist Hermann Theisen soll wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten 1.200 Euro zahlen. In dem Strafverfahren hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Koblenz sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

Nordkirche fordert Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Syrien

Lübeck-Travemünde (epd). Die evangelische Nordkirche hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Beteiligung am Militäreinsatz in Syrien zu beenden. Notwendig seien Alternativen, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, heißt es in einem Beschluss der Landessynode (Kirchenparlament) am Samstag in Lübeck-Travemünde.