Vor einem neuen nuklearen Rüstungswettlauf hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, gewarnt. Im Blick auf die ab dem 27. April in New York tagende Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag forderte der EKD-Friedensbeauftragte die Atommächte zu konstruktiven Gesprächen über eine weitere atomare Abrüstung auf.
Die Handreichung mit Empfehlungen für die Interaktion ist das Ergebnis eines zweijährigen Dialogprozesses zwischen einer Gruppe von VENRO-Mitgliedsorganisationen und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) unter Beteiligung von Auswärtigem Amt (AA)und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Drei Vorträge friedenswissenschaftlich ausgewiesener WissenschaftlerInnen bildeten den Auftakt zur Tagung »Friedenslogik statt Sicherheitslogik« Anfang März in der Ev. Akademie Loccum.
In der Debatte um Deutschlands internationale Verantwortung sollte es auch darum gehen, nicht einer "Sicherheitslogik" zu folgen, sondern im Sinne einer "Friedenslogik" zu diskutieren und zu handeln. Für die aktuelle Krise in der Ukraine heißt dies: Die zentrale Rolle muss die OSZE spielen, und nicht die NATO.
Bei dem Symposium „Friedensbewegung und Politik in Deutschland aus zeithistorischer Sicht – Erfolge, Erfahrungen, Probleme“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg in Potsdam am 8.
„Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist noch nicht getan oder geschehen, es ist aber im Gang und im Schwang.“ - Dr. Martin Luther
Viele ansonsten fromme Christen und auch viele von denen, die ihr Leben für den Kampf gegen die Apartheid einsetzen, tun die Aussagen Jesu über Gewaltlosigkeit kurzerhand als nicht praktikablen Idealismus ab - und das mit guten Gründen.
I. Gerechter Friede als Leitbild
Das Leitbild des gerechten Friedens bietet die thematisch geeignete Struktur für das Ziel auch der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Kirche des Friedens zu werden. Die EKiR hat in dem konziliaren Dreischritt „sehen, urteilen, handeln“ schon wichtige Herausforderungen dieses Leitbildes aufgegriffen.
Mit den verschiedenen Fragen zu Krieg und Frieden ist häufig ein Klärungsbedarf zur persönlichen Lebensauffassung und Lebensgestaltung verbunden. Auf die verschiedensten persönlichen Anliegen, die mit einer friedensethischen Orientierung zusammenhängen, geht die Seelsorge ein: klärend, begleitend, weiterhelfend.
In diesen verwirrenden bösen Wochen und Monaten, wo erneut ein Gespenst mit Namen „Kalter Krieg“ in Europa umhergeht, scheint es nötig, sich grundsätzlich zu orientieren. In was für einer Welt leben wir eigentlich?