Gemäß Artikel 4 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) berät Menschen bei der Wahrnehmung dieses Rechts. Verfahrensabläufe und Verfahrenspraxis werden kritisch beobachtet und begleitet sowie vom Grundgesetz nicht anerkannte Gründe wie situative/kontextuelle Verweigerung oder die Totalverweigerung werden im Blick behalten. Daneben gilt es, dem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung weltweit Anerkennung zu verschaffen. Die Beratungshomepage finden Sie unter: https://www.eak-online.de/beratung
Das Video der EAK zum Thema KDV findet sich unter dem TitelKriegsdienstverweigerung – So geht’s!auf YouTube und unter www.eak-online.de.

Kriegsdienstverweigerung

Theologin: Diffuse Sorgen bei Beratungen zu Kriegsdienst-verweigerung

Frankfurt a.M., Bonn (epd). In der Diskussion um den Wehrdienst herrschen nach den Worten der Theologin Sabine Müller-Langsdorf diffuse Sorgen bei ungenauem Wissen vor. „Die Debatte um die Sicherheitslage macht Angst“, sagte die Beraterin für die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) mit Sitz in Bonn dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Wehrdienstreform: DRK-Präsidentin fordert Hinweis auf sozialen Dienst

Düsseldorf (epd). Das Deutsche Rote Kreuz fordert bei dem für das neue Wehrdienstmodell geplanten Anschreiben an junge Menschen auch einen Hinweis auf soziale Dienste. Viele seien bereit, sich zu engagieren, aber es fehle am Wissen, wo dies sinnvoll möglich wäre, sagte Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

Freiwillige vor - Was auf junge Menschen mit dem Wehrdienst zukommt

Die Bundeswehr braucht mehr Personal. Ein neues Wehrdienstmodell soll dafür sorgen, dass mehr junge Menschen bereit sind, sich für die Streitkräfte zur Verfügung zu stellen. Es ist keine Rückkehr zur Wehrpflicht, Pflichtelemente soll es aber geben.

Caritas-Präsidentin: Für Sicherheit braucht es mehr als Wehrpflicht

Frankfurt a.M. (epd). Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, hat vor einer einseitigen Fokussierung auf militärische Aspekte bei der Diskussion um Wehrpflicht und Sicherheit gewarnt. „Es braucht eine Antwort auf das Unsicherheitsgefühl insgesamt“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“ (Montag).

Bundeswehr: Mehr Menschen leisten freiwillig Wehrdienst

Berlin (epd). Die Zahl der freiwilligen Wehrdienstleistenden steigt. Zum Stichtag 21. Juli zählte dieser Bereich der Bundeswehr 11.350 Menschen, 1.500 mehr als im Juli 2024, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte. Es nannte die Entwicklung „besonders erfreulich, auch mit Blick auf den geplanten Neuen Wehrdienst“.

Heinrich: Wehrpflichtdebatte greift zu kurz

Altenstadt (epd). Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, hält die Debatte um die Wiedereinführung einer Wehrpflicht für junge Erwachsene in Deutschland für zu kurz gegriffen. „Sicherheit ist ein sehr hohes Gut.

Friedensaktivist Rudi Friedrich tödlich verunglückt

Offenbach (epd). Das internationale Kriegsdienstverweigerer-Netzwerk Connection trauert um seinen Mitgründer und langjährigen Geschäftsführer Rudi Friedrich. Der Friedensaktivist sei Anfang der Woche beim Wandern in den Alpen bei Como verunglückt, teilte der Verein mit Sitz in Offenbach am Freitag mit. Die italienische Bergrettung habe ihn nur noch tot auffinden können.

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer wächst

Berlin (epd). Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung bei der zuständigen Behörde ist nach einem Bericht des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“ vom Freitag erneut gestiegen. Eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben sagte der Mediengruppe, bis zum Stichtag 30.

Umfrage: Mehrheit für Wiedereinführung der Wehrpflicht

Köln (epd). Eine Mehrheit der Deutschen ist für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht. Nach einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten repräsentativen ARD-Umfrage befürworteten 55 Prozent einen Wehr- und Zivildienst für Frauen und Männer. Weitere 18 Prozent wollen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht nur für Männer.