Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Vorsteher russisch-orthodoxer Auslandskirche verurteilt Ukraine-Krieg

Hannover; Berlin (epd). Der kommissarische Leiter der russisch-orthodoxen Auslandskirche, Metropolit Mark, hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine scharf verurteilt. „Ich halte diesen Krieg für ein Verbrechen“, sagte der Vorsteher der Diözese Berlin und Deutschland dem Wochenendmagazin „Sonntag“ der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Bischöfin: In Zeiten des Hasses bleibt Liebe der Auftrag

Stuttgart (epd). Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs hat dazu aufgerufen, sich trotz des Ukraine-Kriegs nicht vom Hass überwältigen zu lassen. „In Zeiten des Hasses die Liebe lieben - das ist unser Auftrag, mehr denn je“, sagte die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) laut Redemanuskript am Samstag in Stuttgart auf dem 102. Deutschen Katholikentag.

Ukraine-Krieg: Niemöller-Stiftung für "unverzügliche" Verhandlungen

Wiesbaden (epd). Die Wiesbadener Martin-Niemöller-Stiftung hat „unverzügliche und ernsthafte“ Verhandlungen über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg gefordert. Erst ein Waffenstillstand bilde die Voraussetzung dafür, Verhandlungen über einen Friedensschluss und eine künftige Friedensordnung führen zu können, erklärte die Stiftung am Freitag in Wiesbaden.

Friedensbewegung: Keine Grundgesetzänderung für Aufrüstung

Frankfurt a.M. (epd). Die Friedensbewegung ist strikt dagegen, das von der Regierung geplante Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro am 3. Juni im „Hauruck-Verfahren“ durch den Bundestag beschließen zu lassen. „Das Sondervermögen ist nichts weiter als ein Kriegskredit.

Bunte Blumen statt Schusslöcher

Frankfurt a.M. (epd). Gleich in der ersten Woche des russischen Krieges gegen die Ukraine flog die Kanadierin Ivanka Solkovska nach Europa. Zunächst half sie Flüchtlingen an der Grenze. Als die Fluchtwelle etwas kleiner wurde, bot sie in verschiedenen ukrainischen Regionen ihre Hilfe an. Um Kinder in einem Waisenhaus zu betreuen, sammelte sie Geld auf Instagram.

Bischöflicher Appell für Waffenstillstand in der Ukraine

Bonn, Limburg (epd). Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, haben an Politik und Kirchenvertreter appelliert, auf einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg hinzuwirken.

Agrar-Experte: Ukraine-Krieg führt Welt die Verwundbarkeit vor Augen

Gießen (epd). Der Krieg gegen die Ukraine hat nach Aussage des Gießener Agrarwissenschaftlers Martin Petrick gravierende Auswirkungen auf die weltweite Lebensmittelversorgung. „Ich rechne vor allem mit einer starken Verschlechterung der Ernährungssituation in den ärmeren Ländern der Welt“, sagte Petrick in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Margot Käßmann: Verhungernde Kinder sind Putins Kriegsopfer

Berlin (epd). Auch die verhungernden Kinder dieser Welt sind nach Ansicht der evangelischen Theologin Margot Käßmann Putins Kriegsopfer. „Wir sehen ihre Bilder selten. Nicht nur, weil wir auf den Krieg konzentriert sind“, schrieb Käßmann in ihrer Kolumne in der „Bild am Sonntag“. Auch wenn es einem das Herz breche, ein verhungerndes Kind zu sehen: „Wir dürfen nicht wegsehen.“

Oldenburger Synode verurteilt Angriffskrieg gegen Ukraine

Rastede, Kr. Ammerland (epd). Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und ihre Solidarität mit den Leidtragenden bekundet: „Wir stehen an der Seite der Opfer des Krieges und setzen uns mit aller Macht für die Geflüchteten ein.

Pfälzische Landessynode fordert Ende des Krieges

Speyer (epd). Die pfälzische Landessynode hat den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Synode respektierte in einer Erklärung zum Ende ihrer Frühjahrstagung ausdrücklich das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung.