Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: Mehr als 10.000 getötete und verletzte Zivilisten in Afghanistan

Kabul/Genf (epd). Mehr als 10.000 Zivilpersonen wurden im vergangenen Jahr laut den Vereinten Nationen in dem Konflikt in Afghanistan getötet oder verletzt. Normale Menschen müssten in dem Krisenland entsetzliches Leid erdulden, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto, am Donnerstag in Kabul.

UN: 15.500 Zivilisten in Jemens Bürgerkrieg getötet oder verletzt

Genf (epd). Im Bürgerkrieg im Jemen sind laut den UN seit März 2015 rund 15.500 Zivilisten getötet oder verletzt worden. Knapp 6.000 von ihnen seien durch Gewalteinwirkung gestorben, rund 9.500 hätten Verwundungen erlitten, teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Montag in Genf mit. Die Dunkelziffern könnten aber noch wesentlich höher liegen.

Bündnis fordert drastische Einschränkungen für Rüstungsexporte

Berlin (epd). Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, den Export von Kleinwaffen und Munition komplett sowie alle Rüstungsexporte in Länder mit bewaffneten Konflikten und schweren Menschenrechtsverletzungen zu stoppen.

EAK: Schicksal von Kindern in Kriegen stärker in den Blick nehmen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat zum Red Hand Day, dem Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der seit 2002 jährlich am 12. Februar begangen wird, gefordert, das Schicksal von Kindern in Kriegen auch in Deutschland stärker in den Blick zu nehmen.

Bündnis gegen Kindersoldaten will Exportstopp für Kleinwaffen

Osnabrück (epd). Kinderhilfswerke und Friedensgruppen fordern von der Bundesregierung einen generellen Exportstopp von Kleinwaffen und Munition. Länder, in denen es bewaffnete Konflikte oder Menschenrechtsverletzungen gebe, dürften gar nicht mehr mit Rüstungsgütern beliefert werden, verlangte am Freitag das Deutsche Bündnis Kindersoldaten. 

Keine förmlichen Ermittlungen wegen Waffenlieferungen über Ramstein

Kaiserslautern/Ramstein (epd). Berichte über illegale Waffenlieferungen des amerikanischen Militärs an syrische Rebellengruppen über den US-Militärflughafen Ramstein werden keine strafrechtlichen Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern teilte am Mittwoch mit, sie werde kein förmliches Ermittlungsverfahren einleiten.

Ican warnt vor baldigem Atomwaffeneinsatz

Straßburg (epd). Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) hält den Einsatz von Atomwaffen in nächster Zukunft für möglich. Das Risiko sei akut, die Welt sei der Katastrophe näher als irgendwann in den vergangenen 65 Jahren, sagte Ican-Direktorin Beatrice Fihn am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg.

Syriens wahre Helden

Genf (epd). Schwanger im achten Monat rannte sie auf die Straße, um Hilfe für ihren Mann zu holen. Doch niemand war da. Abeer a-Thawras Mann verblutete. Er wurde Opfer eines heftigen Granatenangriffs auf die syrische Stadt Daraa. Nach dem traumatischen Verlust war für die fünffache Mutter, klar: "Ich will nicht nur Zuschauerin sein."