Lindau (epd). Die Eindrücke der letzten Reise sind noch ganz frisch. Adnan Wahhoud spricht mit zurückgenommener Stimme, als könne er das, was er zuletzt erlebt hat, nicht fassen: "Als ich in der Nähe von Aleppo übernachtet habe, in der Früh, hatten wir minus zwei Grad Celsius. Denken Sie an jede Mutter, die Kinder hat und in einem Zelt übernachtet.
Frankfurt a.M. (epd). Beschimpfungen und Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in Unterkünften - Berichte der Organisation Open Doors darüber haben dieses Jahr Aufsehen erregt. Die Behörden und Kirchen sind generell gegen eine getrennte Unterbringung nach Religion. Anders ist es in der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Rotenburg an der Fulda. Zwei ehemalige Bewohner erzählen, warum.
Berlin (epd). Angesichts der Zunahme deutscher Waffenausfuhren fordern die beiden großen Kirchen ein neues Gesetz zur Rüstungsexportkontrolle. Man brauche eine Revision der gesetzlichen Grundlagen, sagte der evangelische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Martin Dutzmann, am Montag in Berlin.
Oslo (epd). Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat am Samstag den Friedensnobelpreis entgegengenommen. "Kolumbien hat das Unmögliche möglich gemacht und den Krieg beendet", sagte Santos bei der Zeremonie in der norwegischen Hauptstadt Oslo.
Berlin (epd). Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat vor zunehmender Respektlosigkeit im gesellschaftlichen Miteinander gewarnt. Mit dem Erfolg der AfD gewinne eine Partei an Zustimmung, "die auf Spaltung und Ausgrenzung setzt", sagte Schuster bei der Eröffnung des jüdischen Gemeindetags am Donnerstagabend in Berlin.
Genf (epd). Die Menschenrechte sind laut dem zuständigen Hochkommissar der Vereinten Nationen weltweit in Gefahr wie nie zuvor. "Ein nie dagewesener Druck bedroht das einzigartige Regelwerk zum Schutz der Menschenrechte, das nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde", warnte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad Al Hussein, am Freitag in Genf.
Bonn/Speyer (epd). Kriegsdienstverweigerer in Europa sind nach Angaben von Friedensaktivisten nach wie vor oft Diskriminierungen ausgesetzt. Besonders kritisch sei die Lage in der Türkei und in Griechenland, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO).
Berlin (epd). Mit einem eindringlichen Appell haben sich Deutschland und weitere westliche Staaten für einen sofortigen Waffenstillstand im syrischen Aleppo stark gemacht.
Düsseldorf (epd). Der Islamwissenschaftler Michael Kiefer sieht Parallelen zwischen der Radikalisierung von jungen Salafisten und Rechtsextremisten. In beiden Fällen gebe es charismatische Führungspersonen oder Prediger, denen die Anhänger nachfolgen wollten, sagte Kiefer am Dienstagabend auf einer Diskussionsveranstaltung der Hochschule Düsseldorf und des katholischen Maxhauses.
Stockholm (epd). Der Umsatz der 100 größten Waffenkonzerne weltweit ist zum fünften Mal in Folge gesunken, wenn auch nur leicht. Die Unternehmen verkauften im Jahr 2015 Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen für 370,7 Milliarden US-Dollar (350 Milliarden Euro), wie das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte. Das waren 0,6 Prozent weniger als 2014.