München/Genf (epd). Weltweit ist die Zahl der Unfälle durch Antipersonen-Minen und explosive Kriegsreste im vergangenen Jahr um 75 Prozent gestiegen. 2015 wurden mindestens 6.461 Menschen durch solche Waffen getötet oder verletzt, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten "Landmine Monitor 2016" hervorgeht.
Genf (epd). Schwanger im achten Monat rannte Abeer a-Thawra auf die Straße, um Hilfe für ihren Mann zu holen. Doch niemand war da. Ihr Mann verblutete. Er wurde Opfer eines heftigen Granatenangriffs auf die syrische Stadt Daraa. Nach dem traumatischen Verlust vor drei Jahren war für die fünffache Mutter klar: "Ich will nicht nur Zuschauerin sein."
Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat die Bundesregierung aufgefordert, Asylanträge türkischer Soldaten aus dem Nato-Hauptquartier in Ramstein wohlwollend zu prüfen.
Köln/Amman (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat sich entsetzt über anhaltende Angriffe auf Kinder in Syrien gezeigt. In den Städten Aleppo und Goutha seien in der vergangenen Woche neun Kinder bei Angriffen auf Schulen getötet worden, teilte Unicef Deutschland am Montag in Köln mit. Im Osten von Aleppo und Idlib seien Krankenhäuser angegriffen worden.
Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms sorgt sich wegen des Rückzugs Russlands vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag um die Zukunft der internationalen Rechtsordnung.
Darmstadt/Speyer/Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Evangelischen Kirchen in der Pfalz und im Rheinland rufen gemeinsam zu Friedensgebeten für Syrien auf, wie die EKHN am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Sie folgten damit einer Anregung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).
Bamberg/Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink (Berlin) hat das wachsende Angebot von "stillen Zeiten" als einen "Segen für die Herausforderungen der Gegenwart" bezeichnet.
Dortmund (epd). Altbundespräsident Christian Wulff hat die Religionsgemeinschaften dazu aufgerufen, sich auf ihre Gemeinsamkeiten zu besinnen und nicht das Trennende hervorzuheben.
Berlin (epd). Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, (beide SPD) fordern die Stärkung von Frauen in internationalen Verhandlungsprozessen. Ohne Frauen sei kein Frieden zu machen, sagte Schwesig am Freitag bei einer Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin.
Bonn (epd). Der Zivile Friedensdienst (ZFD) fordert angesichts von zahlreichen gewalttätigen Konflikten in der Welt mehr Einsatz für zivile Konfliktlösungen. Die mittlerweile 17-jährige Erfahrung der Organisation zeige, dass Frieden machbar sei, sagte der Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst, Hans Jörg Friedrich, am Donnerstag in Bonn.