Potsdam (epd). Am Potsdamer Forschungszentrum der Bundeswehr befasst sich bis Donnerstag eine Tagung mit der Bedeutung der Reformation für das Militär. Erwartet werden rund 100 Teilnehmer, hieß es beim Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zum Start der Tagung am Dienstag.
Limburg (epd). Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat die Christen dazu aufgerufen, entschiedener gegen Rassismus und Populismus einzutreten. In der Gesellschaft nehme die Aggressivität zu und immer öfter seien menschenverachtende Töne zu hören, sagte Jung am Sonntag in der Reihe der Fastenpredigten des Limburger Domkapitels.
Berlin (epd). Im Jemen herrscht seit zwei Jahren Krieg, aber die Welt nimmt kaum Notiz davon. Dabei ist die Situation katastrophal. Millionen Menschen hungern, es gibt kaum Medikamente und Kliniken werden bombardiert. Der Geschäftsführer der deutschen Sektion von "Ärzte ohne Grenzen", Florian Westphal, ist erschüttert über die Rücksichtslosigkeit, mit der im Jemen gekämpft wird.
Ebersberg (epd). Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat vor mehr Waffen in Europa gewarnt. Sicherheit bedeute nicht mehr Militär, sagte der Erzbischof von München und Freising, laut einer Mitteilung bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising am Samstag in Ebersberg.
Mannheim/Würzburg (epd). Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sieht den Reformator Martin Luther äußerst kritisch. "Für Juden ist Martin Luther eine problematische Persönlichkeit. Besonders seine späten Schriften sind klar antisemitisch", sagte der Würzburger Mediziner dem "Mannheimer Morgen" (Freitag).
Bonn (epd). Evangelische Friedensverbände haben Bedauern darüber geäußert, dass der scheidende Bundespräsident Joachim Gauck bei seiner Verabschiedung nicht auf einen Großen Zapfenstreich der Bundeswehr verzichtet.
Genf/Berlin (epd). Mit einem dramatischen Appell haben die Vereinten Nationen zum sechsten Jahrestag des Kriegsbeginns in Syrien auf das Leid der Bevölkerung aufmerksam gemacht. Der Konflikt sei die schlimmste von Menschen gemachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Dienstag in Genf.
Köln/Osnabrück (epd). Die Lage der Kinder in Syrien ist nach Einschätzung von Hilfswerken noch nie so schlecht gewesen wie im vergangenen Jahr. Im sechsten Jahr des Bürgerkrieges wurden demnach mehr Kinder denn je getötet, verstümmelt oder für den Kampf rekrutiert. Nach Angaben von Unicef wurden 652 Kinder getötet, 20 Prozent mehr als im Jahr davor.
Bremen (epd). Libuse Cerna und Tilman Rothermel haben am Samstag den mit 5.000 Euro dotierten Kultur- und Friedenspreis der Bremer Villa Ichon erhalten. Das Ehepaar habe in den vergangenen Jahrzehnten die soziale und kulturelle Entwicklung in Bremen maßgeblich geprägt, begründete die Jury ihre Entscheidung.