Berlin (epd). In einem Weihnachtsgruß an die deutschen Soldaten hat sich der Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Sigurd Rink, zwiespältig über die derzeitigen Auslandseinsätze geäußert.
Bielefeld (epd). Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat deutsche Waffenexporte nach Saudi-Arabien kritisiert. "Der Krieg im Jemen zeigt: Waffen aus Deutschland sind eine Ursache für Flucht und Vertreibung", erklärte Kurschus am Mittwoch in Bielefeld.
Bonn/Bremen (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms hat 125 Jahre nach Gründung der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) die Verdienste der Friedensbewegung gewürdigt. Seit 125 Jahren engagiere sie sich für eine friedliche Welt und sei auch heute unverzichtbar, sagte der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch in Bonn.
Hamburg (epd). Die Zahl der Kriege und bewaffneten Konflikte hat sich 2017 weltweit erneut kaum verändert. Das geht aus Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung der Universität Hamburg hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Demnach wurden 2017 insgesamt 31 Kriege und bewaffnete Konflikte geführt, im Vorjahr waren es 32.
Berlin/Bonn (epd). Die beiden großen Kirchen werfen der Bundesregierung vor, die humanitäre Katastrophe im Jemen durch Rüstungsexporte zu verschärfen. "Der Krieg im Jemen wird auch mit deutschen Waffen geführt", sagte der evangelische Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), Martin Dutzmann, am Montag in Berlin.
Essen/Berlin (epd). Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) stößt mit einem Vorschlag zur Verlängerung der Bundeswehr-Auslandseinsätze um ein ganzes Jahr auf breiten Widerstand im Parlament.
Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag kann in Zukunft hochrangige Politiker und Militärs für das Führen eines Angriffskriegs verfolgen. Die Vertragsstaaten des Gerichts entschieden in der Nacht zum Freitag in New York, die Zuständigkeit um das Verbrechen der Aggression zu erweitern.
Genf/München (epd). Die Zahl der Opfer von Minen und explosiven Munitionsresten hat im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit der Jahrhundertwende erreicht. Mindestens 8.605 Menschen wurden 2016 durch solche Sprengsätze getötet oder verletzt, wie aus dem am Donnerstag in München veröffentlichten "Landminenmonitor" der Hilfsorganisation Handicap International hervorgeht.
Köln (epd). Am 16. Dezember 1992 stemmte Gunter Demnig zum allerersten Mal einen Gehweg auf, um einen mit einer beschrifteten Messingplatte versehenen Stein in das Pflaster einzulassen. Das Datum war kein Zufall: Genau 50 Jahre zuvor hatte der "Reichsführer SS" Heinrich Himmler im sogenannten Auschwitz-Erlass die Ermordung aller in Deutschland lebenden Sinti und Roma angeordnet.
Kampala (epd). Joseph Amani blickt auf seine alte Schule, die jetzt seine Kinder besuchen. Auf einem Stuhl, den der Direktor ihm geliehen hat, sitzt er auf dem staubigen Hof im Schatten einer Akazie. "Als ich hier in Uganda zur Schule ging, waren meine Eltern mit mir vor den Kämpfen mit dem Norden geflohen", sagt der Südsudanese nachdenklich.