Rio de Janeiro (epd). Hunderte Menschen drängen sich auf der gut 300 Meter langen Brücke über den Táchira-Fluss, die Venezuela mit Kolumbien verbindet. Seit die kolumbianische Regierung Ende vergangener Woche die Grenzkontrollen verschärft hat, dauert der Grenzübertritt mindestens eine, manchmal auch mehrere Stunden.
Kabul/Genf (epd). Mehr als 10.000 Zivilpersonen wurden im vergangenen Jahr laut den Vereinten Nationen in dem Konflikt in Afghanistan getötet oder verletzt. Normale Menschen müssten in dem Krisenland entsetzliches Leid erdulden, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto, am Donnerstag in Kabul.
Bielefeld (epd). Der Bielefelder Philosoph Rüdiger Bittner hat die deutsche Rüstungs- und Verteidigungspolitik als Gefahr für den Frieden kritisiert. Leitlinie des Weißbuches der Bundesregierung zur Zukunft der Bundeswehr sei Sicherheit und nicht Frieden, erklärte Bittner am Mittwochabend in Bielefeld.
Berlin (epd). Sieben Jahre nach der Aussetzung der Wehrpflicht sieht der evangelische Militärbischof Sigurd Rink die Entscheidung für eine Berufsarmee kritisch.
Bonn/Bautzen (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) begrüßt die Entscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgerichts, syrische Kriegsdienstverweigerer als Flüchtlinge anzuerkennen. "Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht", sagte der EAK-Vorsitzende Christoph Münchow am Dienstagabend in Bonn.
Düsseldorf (epd). Die Zahl der Bewerber mit Abitur hat bei der Bundeswehr im Jahr 2017 einen neuen Höchstwert erreicht. Von den rund 125.000 Bewerberinnen und Bewerbern hatten im vergangenen Jahr 42,7 Prozent mindestens ein Fachabitur, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Mittwoch) unter Berufung auf Zahlen des Verteidigungsministeriums berichtet.
Aachen/München (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor und das Forum Ziviler Friedensdienst (Forum ZFD) fordern die internationale Politik dazu auf, deutlich stärker auf zivile Friedensförderung und Konfliktbekämpfung in der Welt zu setzen.
Hannover/Berlin (epd). Der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler sieht Parallelen zwischen dem 30-jährigen Krieg von 1618 bis 1648 und heutigen Kriegen wie etwa denen im Nahen und Mittleren Osten.
Genf (epd). Im Bürgerkrieg im Jemen sind laut den UN seit März 2015 rund 15.500 Zivilisten getötet oder verletzt worden. Knapp 6.000 von ihnen seien durch Gewalteinwirkung gestorben, rund 9.500 hätten Verwundungen erlitten, teilte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Montag in Genf mit. Die Dunkelziffern könnten aber noch wesentlich höher liegen.
Oberndorf am Neckar/Berlin (epd). Ein bislang in Deutschland einmaliger Staffellauf soll im Frühjahr als Protest gegen Rüstungsexporte und für friedliche Konfliktlösungen stattfinden. Für die Aktion "Frieden geht!" haben sich 16 Organisationen zusammengeschlossen, teilte die Deutsche Friedensgesellschaft am Montag in Stuttgart mit.