Berlin (epd). Im Kampf gegen Terrorismus, Armut und Klimawandel erhält die afrikanische Tschadsee-Region Milliardenhilfen. Bei einer Geberkonferenz am Montag und Dienstag in Berlin sagten die Staaten insgesamt 2,17 Milliarden US-Dollar (knapp 1,9 Milliarden Euro) zu. Das Geld soll in den kommenden Jahren bereitgestellt werden.
Berlin /Genf (epd). UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock befürchtet eine neue Gewalteskalation im Bürgerkriegsland Syrien. In der nordwestlichen Provinz Idlib drohe durch eine mögliche Schlacht eine der schlimmsten Katastrophen des 21. Jahrhunderts, warnte er am Dienstag bei einer Veranstaltung zu 50 Jahren humanitärer Hilfe im Auswärtigen Amt in Berlin.
Genf/Juba (epd). Sicherheitskräfte im Südsudan verschleppen, foltern und misshandeln mutmaßliche Oppositionelle. Dabei nähmen die Behörden auch den Tod ihrer Kritiker in Kauf, heißt es in einer Studie von Amnesty International, die die Organisation am Dienstag in Kenias Hauptstadt Nairobi vorgestellt hat.
Genf (epd). Das Rote Kreuz hat die USA, Russland und Dutzende weitere Staaten aufgefordert, der zehn Jahre alten Konvention zum Verbot von Streumunition beizutreten. Vor allem Zivilisten würden durch die heimtückische Munition verletzt und getötet, betonte der Vizepräsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Gilles Carbonnier, am Montag in Genf.
Chemnitz (epd). In Chemnitz haben am Sonntag rund 1.000 Menschen ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenhass gesetzt. Sie folgten am Nachmittag einem Aufruf der evangelisch-lutherischen Kirche zu einer Kundgebung auf dem Neumarkt. Die Versammlung stand unter dem Motto: "Wir in Chemnitz - aufeinander hören, miteinander handeln".
Berlin (epd). Mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs leben nur noch wenige Zeitzeugen - doch kurioserweise verkaufen sich Geschichten von der Front bis heute. Obwohl die Printmedienbranche seit Jahren in der Krise steckt, liegen Zeitschriften zu Kriegen, Militärgeschichte und Waffen vergleichsweise stabil im Markt.
Aachen/Berlin (epd). Der Aachener Friedenspreis ehrt in diesem Jahr Friedensarbeit in Kolumbien und Satire-Aktionen gegen Rüstungskonzerne und soziale Missstände. Die jeweils mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Samstagabend an die kolumbianische Menschenrechts- und Entwicklungsorganisation "Concern Universal Colombia" und das Berliner Aktivistenkollektiv "Peng!" verliehen.
Bremen/Berlin (epd). Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit einem bundesweiten Projekt gegen religiöses und antisemitisches Mobbing an Schulen vorgehen. "Wenn jemand andere mit 'du Jude', 'du Opfer', 'du Moslem', 'du Homo' oder 'du Nazi' beschimpft, darf man das nicht als Pausengespräch abtun", sagte Giffey der "Berliner Zeitung" und dem Bremer "Weser-Kurier" (Samstag).
Berlin (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms hofft auf ein internationales Verbot sogenannter Killerroboter. Wenn der Mensch beim Einsatz von Waffen ausgeschlossen werde, könne es zu einer "inhumanen Entscheidungsfolge" kommen, sagte Brahms am Freitag im Deutschlandfunk.
Dubai/Riad (epd). Saudi-Arabien hat einen Bericht der Vereinten Nationen zu Menschenrechtsverletzungen im Jemen-Krieg als falsch zurückgewiesen. Man prüfe rechtliche Schritte gegen die Veröffentlichung der UN-Menschenrechtsexperten, berichtete die Zeitung "Saudi Gazette" (Donnerstag).