Osnabrück (epd). Nur jeder dritte Deutsche glaubt einer Umfrage zufolge, dass aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg die richtigen politischen Konsequenzen gezogen worden sind.
Schleswig (epd). Der Schleswiger Bischof Gothart Magaard hat anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren betont, dass Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit sei.
Würzburg (epd). Es war eine heitere Gesprächsrunde, das Thema dennoch ernst: Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, diskutierte mit dem bayerischen evangelischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und dem Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx am Donnerstagabend in Würzburg über die Herausforderungen moderner Erinnerungskultur 80 Jahre nach der Reichspogromnacht.
Berlin (epd). Die große Koalition stellt für humanitäre Hilfe und Krisenprävention im kommenden Jahr fast zwei Milliarden Euro bereit. Das erklärte am Donnerstag der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion Eckhardt Rehberg (CDU) anlässlich der Beratungen über den Etat des Außenministeriums in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag.
Frankfurt a.M./Genf (epd). Hilfsorganisationen schlagen wegen heftiger Kämpfe um die Hafenstadt Hodeidah im Jemen Alarm. Huthi-Rebellen hätten auf einem Krankenhaus Stellung bezogen und brächten damit Patienten und medizinisches Personal in höchste Gefahr, beklagte Amnesty International am Donnerstag. Die militärische Nutzung des Hospitals verstoße gegen internationales humanitäres Recht.
Frankenthal (epd). "In einem schlecht gebauten Backsteinkeller erlebte ich die bangsten Stunden meines Lebens", schreibt Friedrich Hauß über die Nacht des 4. Juli 1916. Und doch macht der Großvater von Pfarrer Martin Henninger im Ersten Weltkrieg an der Front in Frankreich genau in dieser Nacht im kleinen Örtchen Misery seinen Frieden mit Gott.
Osnabrück (epd). Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht eine Unberechenbarkeit der internationalen Politik als größte Gefahr für den Frieden. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte Stoltenberg: "Heute ist das größte Risiko die Unvorhersehbarkeit. Anders als im Kalten Krieg können wir uns heute nicht mehr auf eine klare Bedrohung konzentrieren."
Genf (epd). Mit Glockengeläut wollen Kirchen in Europa an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnern. Am 11. November sollen in Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland die Glocken erklingen, wie der Ökumenische Rat der Kirchen am Montag in Genf mitteilte.
Worpswede (epd). Als vor 100 Jahren deutsche und alliierte Offiziere am 11. November 1918 einen Waffenstillstandsvertrag unterschrieben und damit den Ersten Weltkrieg beendeten, war Heinrich Vogeler schon nicht mehr an der Front. 1914 hatte er sich noch freiwillig für den Krieg gemeldet.
Landsberg am Lech (epd). Die ärztliche Friedensinitiative IPPNW warnt vor den Gefahren eines Atomkriegs. Mit der Aufkündigung des INF-Vertrages drohe "eine neue atomare Rüstungsspirale wie zu Zeiten des Kalten Krieges.