Wielun (epd). 1. September 1939. 4.40 Uhr. Dieses Datum, diese Uhrzeit haben sich in die Geschichte der polnischen Kleinstadt Wielun in der Woiwodschaft Lodz eingebrannt. Die Erinnerung daran begegnet einem überall im Stadtzentrum, auf Gedenktafeln, Gedenksteinen und im Museum: 4.40 Uhr.
Guben/Gubin (epd). Görlitz, Guben, Frankfurt an der Oder - die Städte werden seit jeher von ihren Flüssen geprägt. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs und der sogenannten "Westverschiebung" Polens verläuft dort entlang Oder und Neiße auch eine Ländergrenze. 80 Jahre nach Kriegsbeginn mit dem deutschen Überfall auf Polen wachsen die Orte in den beiden EU-Staaten wieder zusammen.
Frankfurt an der Oder/Görlitz (epd). Das Erbe des Krieges wiegt schwer, doch seit einiger Zeit gibt es Annäherung: Die deutsch-polnische Region an Oder und Neiße hat sich für einen Austausch über Ländergrenzen hinweg längst geöffnet. Bei Schulen und Kitas, Hochschulen, Verkehr, Polizei und Kultur - überall gibt es Zusammenarbeit.
Bonn (epd). Die evangelische Friedensarbeit hat zum Antikriegstag am 1. September an das Schicksal von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern im Zweiten Weltkrieg erinnert.
Aachen (epd). Zwei deutsche Initiativen gegen Atomwaffen aus dem rheinland-pfälzischen Büchel erhalten am Sonntag den diesjährigen Aachener Friedenspreis. Das Thema Atomwaffen gehöre dringender denn je ganz oben auf die politische Agenda, erklärte der friedenspolitische Verein Aachener Friedenspreis am Montag.
Wuppertal (epd). Im Stadtgarten in Wuppertal-Ronsdorf wird am 1. September ein Denkmal für erschossene Deserteure im Zweiten Weltkrieg enthüllt. Anlässlich der Enthüllung wird zudem der "Ronsdorfer Geschichtspark" eröffnet, teilte die Begegnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal mit. Das Schicksal der Wehrmachtsdeserteure sei lange Zeit ein Tabuthema gewesen, hieß es.
Düsseldorf/Damaskus (epd). Wenn Militär zum Einsatz kommt und Macht sowie Gewalt regieren, folgt nach den Worten des rheinischen Präses Manfred Rekowski eine spürbare Spur der Verwüstung.
Kassel (epd). Der kurhessische Bischof Martin Hein hat zu einem klaren Eintreten für das unbedingte Existenzrecht Israels aufgerufen. Der jüdische Glaube gehöre untrennbar zu den christlichen Kirchen, sagte Hein in seiner Abschiedspredigt vor der Martinskirchen-Gemeinde am Sonntag in Kassel. Der 65-Jährige tritt nach 19 Jahren an der Spitze der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am 29.
Lindau (epd). Mit politischen Forderungen zu Klimaschutz, Frieden und Frauenrechten ist die 10. Weltversammlung von "Religions for Peace" in Lindau am Freitag zu Ende gegangen. Die neu gewählte Generalsekretärin von "Religions for Peace", Azza Karam, sieht die Bedeutung des Treffens vor allem im Zusammenwirken der mehr als 900 religiösen Repräsentanten.
Kassel (epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, hat vom "Runden Tisch der Religionen" in Deutschland mehr Verbindlichkeit gefordert. "Der Runde Tisch ist zu weich in seiner Struktur", sagte Hein dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstag nach seiner Rückkehr von der 10.