Genf (epd). Eine UN-Untersuchungskommission hat dem Assad-Regime und Russland Kriegsverbrechen in Nordwest-Syrien vorgeworfen. Durch die Gewalt seien Zivilisten, darunter Kinder, in der Provinz Idlib und angrenzenden Gebieten ums Leben gekommen, erklärte der Vorsitzende der UN-Untersuchungskommission zu Syrien, Paulo Sérgio Pinheiro, am Montag in Genf.
Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, warnt vor einem Scheitern der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag.
Dubai/Doha (epd). Die USA und die aufständischen Taliban in Afghanistan haben ein historisches Friedensabkommen geschlossen. Der über Monate hinweg ausgearbeitete Vertrag wurde am Samstag bei einer Zeremonie in Doha (Katar) von US-Verhandlungsführer Zalmay Khalilzad und dem Taliban-Chefunterhändler Abdul Ghani Baradar unterzeichnet.
Frankfurt a.M. (epd). In der Zentralafrikanischen Republik soll eine Wahrheits- und Versöhnungskommission die blutige Geschichte des Landes aufarbeiten. Das Parlament habe ein Gesetz zur Gründung einer Kommission verabschiedet, die die Verbrechen mehrerer Bürgerkriege untersuchen soll, meldete der französische Auslandssender RFI am Samstag.
Dubai/Neu-Delhi (epd). In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi ist die Zahl der Toten bei den anti-muslimischen Unruhen auf 42 gestiegen. Nach Angaben der Tageszeitung "Indian Express" patrouillierten am Freitag mehr als 7.000 paramilitärische Kräfte in der Metropole. Die Lage sei angespannt. In der Nacht zuvor hatte es noch sporadisch gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben.
Hamburg (epd). Unter dem Motto "Frieden geht anders" eröffnet die Hamburger Helmut-Schmidt-Universität am Montag (2. März) eine Ausstellung über gewaltfreie Alternativen zu Militäreinsätzen. Anhand elf konkreter Konflikte soll gezeigt werden, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten, teilte die Universität mit.
Hanau (epd). Mit einem Friedensgebet in der Marienkirche haben am Mittwochabend in Hanau Christen, Muslime und Juden ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus gesetzt. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, rief dazu auf, aus Angst und Misstrauen wieder herauszukommen und Schritte des Friedens aufeinander zuzugehen.
Genf (epd). Das Rote Kreuz ist äußerst alarmiert über die sich zuspitzende humanitäre Lage von Hunderttausenden geflohenen Menschen im umkämpften Nordwest-Syrien. Es handele sich um die schlimmste Massenvertreibung in dem fast neun Jahre tobenden Syrien-Konflikt, sagte der Rot-Kreuz-Direktor für den Nahen Osten, Fabrizio Carboni, am Dienstag in Genf.
Frankfurt a.M. (epd). Die Bildung einer Übergangsregierung im Südsudan am Wochenende hat Hoffnungen auf ein Ende des Bürgerkriegs geweckt, wurde jedoch auch von Mahnungen begleitet. Die Vereinten Nationen riefen die Konfliktparteien dazu auf, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.
Dubai/Kabul (epd). In Afghanistan sind im vergangenen Jahr 3.403 Zivilisten im Bürgerkrieg ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen in Kabul (UNAMA) erklärten am Samstag, die Zahl der bei dem Konflikt Verwundeten habe 2019 bei fast 7.000 gelegen. Für die meisten der zivilen Opfer seien "regierungsfeindliche Elemente" verantwortlich.